Den Wohnraum gestalten – Konstruktionen, die das Leben erleichtern

Nachdem der Rohbau samt Dach erstellt und alle Maurerarbeiten und Verputzarbeiten erledigt sind, macht erst der individuelle Innenausbau eine Immobilie so richtig gemütlich. Neben der architektonischen Raumaufteilung, der Wand- und Deckenverkleidung sowie der Montage der Einbaumöbel für die Küche geht es unter anderem darum, mit der Installation von Heizung, Wasser und Strom die Energieversorgung sicherzustellen. Beim Wohnraum gestalten sind der Fantasie so gut wie keine Grenzen gesetzt. Hier ein paar praktische Ausbautipps:

Wohnraum gestalten – flexibel bleiben und sich Optionen offen halten

Bereits bei der Bauplanung wird der Bauherr seine Wünsche hinsichtlich der Innenarchitektur mit dem Architekten detailliert abstimmen. Dabei spielt auch immer häufiger der Trockenbau eine entscheidende Rolle. Dabei handelt es sich um nicht tragende, raumbegrenzende Bauteile, die ohne wasserhaltige Baustoffe wie Mörtel, Lehm, Beton und Putz auskommen. Wenn sich im Laufe der Jahre Lebenssituationen oder Ansichten bezüglich der optimalen Innenraumnutzung ändern, lässt sich eine Konstruktion wie die Trockenbauwand relativ leicht wieder entfernen. So wird aus den Kinderzimmern vielleicht ein großer Hobbyraum oder im Keller entsteht die hauseigene Sauna. Flexible Wohnraumgestaltung ist nicht nur beim Neubau ein Thema. Gerade bei der Renovierung sorgen z. B. Konstruktionen zum Ausbau des Dachbodens für zusätzlichen Wohnraum. Gerade bei älteren Immobilien wird sich der Bauherr beim Ausbau des Dachbodens auch um die Wärmedämmung kümmern müssen, da über ein schlecht gedämmtes Dach mehr als 30 Prozent Energie verloren geht. Geübte Heimwerker können die Zwischensparrendämmung mit Klemmfilzen und Dampfbremse in Eigenregie ausführen. Je nachdem, wie umfangreich sich der Dachausbau gestaltet, sollte der Bauherr aber besser auf den Meisterbetrieb vertrauen. Gerade wenn für den zusätzlichen Wohnraum Bauelemente wie neue Fenster gesetzt oder sanitäre Anlagen installiert werden sollen.

Küche und Wohnzimmer – Treffpunkt für die Familie

In der Küche trifft sich die ganze Familie nicht nur, um gemeinsam zu speisen. Oft dient der Esstisch auch fürs Spielen, beim Hausaufgaben helfen oder für Bastelarbeiten. Eine funktionale und gemütliche Einbauküche gehört deshalb zu den unbedingten „Basics“ einer guten Inneneinrichtung. Die Küche sollte nicht zu klein gehalten und die Einbaumöbel ergonomisch so arrangiert sein, dass ein ermüdungsfreies, zeitsparendes Arbeiten unterstützt wird. Es gibt auch Innenraumlösungen, wo sich die Bewohner für eine offene Wohnküche entscheiden. Denn Hobbyköche schätzen die Möglichkeit, sich während der Zubereitung der einzelnen Gänge an Gesprächen mit den Gästen zu beteiligen. Wer eine offene Küche plant, muss beim Innenausbau auf ein harmonisches, durchgängiges Raumkonzept achten. Dazu gehört auch genügend Stauraum für die aufgeräumte Küche. Als Böden bieten sich Fliesen aus Keramik, Steinzeug, Vinyl oder Marmor an. Wem indessen Fliesen fürs Wohnzimmer zu kalt sind, kann mit Fußbodendielen, Parkett oder Mosaik auf den Naturstoff Holz setzen. Holz erzeugt mit seiner einzigartigen Maserung eine urtümliche Wohlfühlatmosphäre und eignet sich als Paneele auch zur Wand- und Deckenverkleidung.

Wand- und Deckenverkleidung – energieeffiziente und praktische Ausbautipps

Offene Küche regt die Kommunikation an

Eine offene Küche regt die Kommunikation an.

Die energiesparende LED-Beleuchtung wird von vielen Experten als Lichtstandard der Zukunft gesehen. Eine abgehängte Decke lässt sich wunderbar nutzen, um LED-Spots mit breitem Abstrahlwinkel zu integrieren. Bei einem Niedervoltsystem verschwinden Trafo und Zuleitungen unter der Decke. Als Materialien für die Wand- und Deckenverkleidung eignen sich Gipskarton, Dekorplatten, Profilbretter, Kunststoffverkleidung, Paneele, Polystyrolplatten sowie Holz- und Gipsfaserplatten. Unter diesen Materialien verschwinden z. B. auch die Rohrleitungen des Badezimmers. Im Übrigen sollte beim Ausbau auch an die Barrierefreiheit gedacht werden. Das betrifft nicht nur ältere Menschen, schließlich bedeutet Barrierefreiheit für alle mehr Wohnkomfort. Zur Barrierefreiheit zählen Maßnahmen wie breite Ein- und Ausgänge, schwellenloser Übergang vom Wohnzimmer zur Terrasse, bodengleiche Dusche und automatisch gesteuerte Rollläden. Tipp: Entsprechende Umbaumaßnahmen werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit gefördert.

meister.de

Auf unserem Expertenblog finden Sie Fachwissen und spannende Beiträge rund um die Themen Handwerk, Bauen, Wohnen und Sanieren.
Die vielseitigen Kategorien, mit nützlichen Tipps und Checklisten sind hilfreich für Handwerker, Heimwerker, Bauherren und alle die gerne anpacken.

Fragen? Feedback? Anmerkungen?
Kommentar hinterlassen oder eine Mail an redaktion@meister.de schreiben
meister.de

/ DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

FOLGEN SIE UNS

Alle Rechte vorbehalten © Portal United AG 2020