Stromkosten senken mit einfachen Tricks

Ein besonderes Ärgernis flattert bei den meisten Menschen in Form der Stromrechnung einmal im Jahr per Post ins Haus. Steigende Strompreise und ein Verbrauch, dessen Höhe sich zunächst kaum erschließen lässt, generieren durchaus hohe Kosten. Diese Kosten, auf die jeder Immobilienbesitzer oder auch Mieter gerne verzichten würde, lassen sich allerdings deutlich senken. Mit einigen Stromspar-Tricks sinkt dabei der jährliche Verbrauch um etliche Kilowattstunden, sodass die nächste Stromrechnung für deutlich weniger Ärger sorgen wird. Große Umbaumaßnahmen oder eine starke Einschränkung sind beim Sparen von Strom nicht zwingend notwendig, denn oft genügt ein Überdenken der eigenen Gewohnheiten im alltäglichen Leben.

Neue Geräte, neuer Anbieter

Oft sind alltägliche elektronische Gegenstände, die für einen nicht unbeträchtlichen Stromverbrauch sorgen, nicht auf den ersten Blick erkennbar. Um die eigenen Stromkosten zu senken, lohnt sich daher ein Blick auf alle elektronischen Gegenstände im Haushalt, die regelmäßig in Benutzung sind. Vom PC über die Waschmaschine bis hin zum Wasserkocher sollte dabei nichts vergessen werden, sodass die Ersparnis so groß wie möglich ausfällt. Gerade alte Elektrogeräte, die schon einige Jahre in Benutzung sind, sollten gründlich unter die Lupe genommen werden. Das Energielabel gibt hier Aufschluss über den Energieverbrauch. Grundsätzlich empfehlenswert sind Elektrogeräte mit Energieeffizienzklassen, die bereits für einen geringen Stromverbrauch sprechen. Kühlschränke oder Waschmaschinen und viele andere Elektrogeräte gibt es heute sogar mit Klassen bis hin zu A+++. Auch wenn die Neuanschaffung von Elektrogeräten zunächst eine höhere Investition bedeutet, rechnet sich dieses Vorgehen schon nach kurzer Zeit. Wer Strom sparen möchte, sollte sich also unbedingt von alten Elektrogeräten mit schlechten Energieeffizienzklassen trennen und sich nicht wieder für ebensolche entscheiden. Strom im Rahmen der Beheizung des eigenen Hauses lässt sich auch durch den Einsatz erneuerbarer Energien einsparen. So kann beispielsweise durch die Installation einer Solaranlage die Leistung der eigenen Heizung gesenkt werden. Hieraus resultiert nahezu automatisch ein Absinken des Stromverbrauchs.

Eine Solaranlage kann sich positiv auf den Stromverbrauch auswirken. (Quelle: e-gabi (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Eine Solaranlage kann sich positiv auf den Stromverbrauch auswirken. (Quelle: e-gabi (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Abseits des Wechselns von Elektrogeräten und der Installation neuer Anlagen wirkt sich ein Anbieterwechsel im Bereich der Stromversorgung ebenfalls sehr positiv auf die jährlichen Stromkosten aus. Wer schon seit einigen Jahren bei ein und demselben Stromversorger unter Vertrag steht, versäumt dabei nicht selten Preissenkungen und gute Angebote von Konkurrenzunternehmen. Zudem belohnen viele Anbieter ihre Neukunden mit einmaligen Bonus-Aktionen für einen Wechsel. Allgemein lohnt es sich, je nach Laufzeit, regelmäßig Anbietervergleiche durchzuführen, um keine Entwicklungen am Markt zu verpassen.

Stromspartricks für den Alltag

Der erste Stromverbraucher, den sich Sparwillige anschauen sollten, ist die Waschmaschine. Auch wenn es sich bereits um ein Gerät mit einer guten Energieeffizienzklasse handelt, kann die Ersparnis optimiert werden. Das funktioniert, indem das Verhalten hinsichtlich der regelmäßigen Wäsche überdacht wird. Eine Waschmaschine sollte immer voll beladen und auf möglichst niedrigen Temperaturen laufen. Die Waschmittel von heute bringen problemlos hohe Leistungen bei niedrigen Temperaturen von 40 oder gar 30 Grad. Wer sich allerdings für den 60-Grad-Waschgang entscheidet, riskiert einen doppelt so hohen Stromverbrauch. Damit Wäsche und Maschine trotz niedriger Temperaturen hygienisch bleiben, empfiehlt die Apotheken-Umschau die Verwendung von bleichmittelhaltigen Waschmitteln. Anders als die Temperatur darf das Schleuderprogramm der Waschmaschine höher ausfallen, denn so kommt die Wäsche deutlich trockener aus der Maschine. Der Trockner muss, falls überhaupt notwendig, dann nur noch recht kurz laufen. Noch günstiger ist das Trocknen der Wäsche auf der klassischen Leine.

Am günstigsten trocknet die Wäsche auf der Leine. (Quelle: mpkino (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Am günstigsten trocknet die Wäsche auf der Leine. (Quelle: mpkino (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Wer sich gelegentlich einen Tee kocht, sollte nicht auf Kochtopf und Herdplatte setzen, denn hier ist der Energieverbrauch sehr hoch. Besser ist ein moderner Wasserkocher, der das benötigte Wasser innerhalb kürzester Zeit auf Temperatur bringt. Ähnliches gilt auch für Backofen und Mikrowelle. Zum schnellen Erhitzen von Mahlzeiten oder zum Auftauen gefrorener Lebensmittel eignet sich die Mikrowelle deutlich besser, denn sie arbeitet schneller als der Backofen und verbraucht hierdurch weniger Strom.
Ein weiterer Trick, um dauerhaft Strom zu sparen, ist das konsequente Abschalten von Standby-Modi. Spielekonsolen, Fernseher und Stereoanlage laufen, selbst wenn sie gerade nicht genutzt werden, in den meisten Haushalten im Standby und verbrauchen hierbei kontinuierlich geringe Strommengen. Wird auf diesen Modus allerdings verzichtet, so verschwindet dieser stille Stromverbrauch. Hierbei handelt es sich laut energiesparen-im-haushalt.de nicht um ein kleines Einsparpotenzial, denn etwa 115 Euro kostet der Standby-Modus einem durchschnittlichen Haushalt pro Jahr. Spezielle Steckdosenleisten erleichtern den Verzicht auf den Standby-Modus, denn hier lassen sich alle angeschlossenen Geräte mit nur einem Knopfdruck an- und ausschalten. Wer sich also bislang vor dieser Veränderung scheute, da sie mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, sollte auf diese Leisten setzen. Im Büro bieten sich ähnliche Leisten an, deren Funktionsweise noch etwas spezieller ist. Hier haben die einzelnen Steckplätze unterschiedliche Rechte, weswegen das Stromsparen leichter fällt. Ein elektronischer Gegenstand wird hier als sogenannter „Master“ eingesetzt. Erst wenn er eingeschaltet ist, werden auch die anderen angeschlossenen Geräte aktiviert und mit Strom versorgt. Ein weiterer Vorteil dieser Steckdosenleisten ist der oftmals integrierte Überspannungsschutz, der empfindliche Geräte beispielsweise im Falle eines Blitzeinschlages vor Schäden schützt.

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