Produktion und Aufbau: So entsteht ein Fertighaus

Ein Fertighaus unterscheidet sich von einem Massivhaus dadurch, dass die einzelnen Komponenten des Hauses bereits vorproduziert wurden: Es muss also nicht mehr gemauert werden – Außen- und Innenwände sowie das Dach werden als ganze Module direkt auf dem Grundstück aufgebaut.

Industrielle Fertigungsweise

Die einzelnen Komponenten eines Fertighauses werden in einer Fertigungshalle hergestellt. Alle Wände, das Dach sowie die Decken, Träger und der Giebel entstehen witterungsgeschützt und passgenau innerhalb von etwa drei bis vier Tagen. Dabei kommt modernste CAD-Technologie zum Einsatz, die das Sägen, Bohren und Fräsen der Öffnungen für Fenster und Leitungen sowie die Durchlässe für Elektrik und Co weitgehend automatisch steuert. Danach folgen die Wärmedämmung der Innenwände und der Verputz der Außenwände. Die Außenwände erhalten in diesem Schritt eine sogenannte Dampfbremse, die später zusammen mit der Wärmedämmung die Feuchtigkeit in den Räumen reguliert und dem Entstehen von Kondenswasser entgegenwirkt.

Durch diese moderne Fertighaus-Produktionsweise sind ein hohes Maß an Präzision und eine pünktliche Fertigstellung der einzelnen Module gewährleistet.

Die Montage vor Ort

Nachdem die einzelnen Module auf Lkw verladen und zum Grundstück des Hauseigentümers transportiert wurden, kann der Aufbau beginnen. Das Aufstellen eines Fertighauses dauert in der Regel nur ein- bis zwei Tage. Krantechnik bringt die einzelnen Module in Position. Dabei kommen Seilwinden von Spezialunternehmen wie der Transprotec GmbH zum Einsatz, die neben Energiezuführungen für die Energie- und Datenübertragung für mobile Verbrauchsgeräte auch Kransysteme und Hebezeuge herstellt. Die Module werden beim Positionieren mit stabilen Trägern aneinander befestigt.

Wenn das Erdgeschoss und weitere Geschosse fertig montiert sind, kann das Dach aufgesetzt werden. Dabei wird zunächst der Dachstuhl in die richtige Position gebracht und mit den anderen Modulen des Fertighauses verbunden. Nun kann das Dach eingedeckt werden. Danach ist das Fertighaus als Rohbau regendicht, und der Innenausbau kann beginnen.

Der Innenausbau

Zunächst gilt es, das Dachgeschoß von innen zu dämmen. Dieser Schritt muss zuerst erfolgen, da das Geschoß zu einem späteren Zeitpunkt nur noch schwer zugänglich ist. Deshalb werden die Innenwände hier zuerst aufgestellt. Die Elektroarbeiten finden ebenfalls zuerst im Dachgeschoß statt. Im nächsten Schritt werden in allen Stockwerken die Fenster montiert. Danach geht es an die Sanitärroh- und Elektromontage, gefolgt vom Vergipsen der Innenwände. Ist eine Fußbodenheizung gewünscht, wird sie jetzt vor dem Verlegen des Estrichs installiert. Nun kann die Endmontage der Sanitäranlage und Küche erfolgen, bei Bedarf wird zudem eine Wärmepumpe eingebaut.

Im letzten Schritt führen Elektriker und Sanitätsinstallateure die Endmontage durch, während Fliesenleger und Maler ihre letzten Arbeiten am Fertighaus durchführen.

meister.de

meister.de

Auf unserem Expertenblog finden Sie Fachwissen und spannende Beiträge rund um die Themen Handwerk, Bauen, Wohnen und Sanieren.
Die vielseitigen Kategorien, mit nützlichen Tipps und Checklisten sind hilfreich für Handwerker, Heimwerker, Bauherren und alle die gerne anpacken.

Fragen? Feedback? Anmerkungen?
Kommentar hinterlassen oder eine Mail an redaktion@meister.de schreiben
meister.de

Letzte Artikel von meister.de (Alle anzeigen)

/ DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

FOLGEN SIE UNS

Alle Rechte vorbehalten © united vertical media GmbH 2017