Natur Pur: Der Englische Garten

Der Englische Garten ist bei vielen vor allem wegen seinen gepflegten Rasenflächen bekannt. Dadurch entstand auch der Glaube, dass der Englische Garten sehr akkurat und geometrisch angelegt ist. Tatsächlich hat sich der englische Garten jedoch als Kontrast zu den bis dato vorherrschenden Gärten des Barock entwickelt. Diese zwangen die Natur in geometrisch exakte Formen und sind vor allem durch große Anlagen, wie vor dem Schloss in Versaille, bekannt. Der Englische Garten, auch Englischer Landschaftspark genannt, entwickelte seinen Stil und die Form im England des 18. Jahrhunderts.

Merkmale:

Das Ziel des Englischen Gartens ist die natürliche Landschaft widerzuspiegeln. Daher findet man kaum Blütenpflanzen oder größere Beete. Stattdessen richtet man sich nach dem was die Natur zu bieten hat. Ein Vorbild des Englischen Gartens ist die Ästhetik der Landschaftsgemälde von Malern wie Claude Lorrain, Nicolas Poussin oder auch Gaspard Dughet. Der Garten wird wie die Bilder als Kunstwerk gesehen. Der Besucher des Gartens soll sich fühlen als würde er selbst eines der Bilder betreten und erkunden. Mit der Zeit wurden, um den Horizont zu akzentuieren, antike Tempel, chinesische Pagoden oder auch Ruinen und Grotten in den Garten integriert. Sich durch den Garten schlängelnde Wege bieten dem Besucher immer wieder einen anderen Blick auf den Garten und die Landschaft. Der bekannteste Teil des Englischen Gartens, der Rasen, wurde unter anderem durch Lancelot `Capability´ Brown und seine Gärten und Parkanlagen bekannt. Er verwendete weite Rasenflächen, sich windende Wege und Flüsse und integrierte Seen und Teiche in das Landschaftsbild. Um die großen Rasenflächen nicht optisch zu unterbrechen werden die Wege teilweise versenkt angelegt.

Für den eigenen Garten:

 

Um aus dem eigenen Garten einen Englischen Garten zu machen, braucht es häufig nicht viel. Das wichtigste ist, dass der Garten seine natürliche Form behält. Unnatürliche Symmetrie von Wegen und Beeten wird entfernt, um das Bild eines künstlich angelegten Gartens zu entfernen. Stattdessen sollen vorhandene Sträucher und Bäume in das Gartenbild integriert werden. Um in den Garten etwas Struktur zu bringen verwendet man stattdessen Hecken aus immergrünen Buchs, Eiben oder Hainbuche. Diese können gut mit der Heckenschere in verschiedene interessante Formen wie Bögen oder Kugeln geschnitten werden. Damit schaffen Sie ein ruhiges Gesamtbild des Gartens und leiten gleichzeitig den Blick des Betrachters auf den Höhepunkt des Gartens wie zum Beispiel eine Gartenlaube.

Verschiedene, im Garten verteilte Sitzmöglichkeiten laden zum Entspannen ein und bieten dem Betrachter immer neue Blickwinkel auf die Landschaft. Oft sind es Bänke aus formschönen und pflegeleichten Hölzern wie Teakholz, auch wenn diese nicht gerade für Wind und Wetter geeignet sind. Als Alternative können Sie natürlich auch heimische Hölzer verwenden.

Akzente werden vor allem durch Rosen in dezenten Farben gesetzt. Für den Geruchsinn darf neben den Rosen natürlich das süß duftende Geissblatt nicht fehlen. Weitere passende Unterpflanzen sind Lavendel, Katzenminze und die Duftnelken. Ein weiteres typisches Element des Englischen Gartens ist die Verwendung verschiedener Kletterpflanzen. So wird selbst das Haus in den Garten und die Landschaft integriert. Dabei sollten Sie sich auf jedem Fall von einem Fachmann beraten lassen.

Der Englische Rasen

 

Das wohl bekannteste Element im Englischen Garten ist der Rasen. Er steht oft als Synonym für einen sauberen, kurz geschnittenen und gepflegten Rasen. Das sind jedoch nur die äußerlichen Eigenschaften. Damit auch Sie einen solchen Rasen für Ihr Zuhause anlegen können sollten Sie auf ein paar Kleinigkeiten achten. Wählen Sie von Anfang an nur hochwertige Rasenmischungen mit qualitätsvollem Saatgut aus. Langsam wachsende Gräser mit dunkelgrüner Blattfarbe bilden die optimale Grundlage. Für perfekte Optik sollten Sie den Rasen dann einmal pro Woche Mulch-Rasenmähen. Wer keine großen Rasenflächen mag kann alternativ auch kleine Rasenwege anlegen, welche dann auf den Blickfang im Garten wie zum Beispiel einer Gartenlaube zulaufen.

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