Der Weg zum Meister im Handwerk

Viele Handwerker wollen früher oder später die Meisterprüfung ablegen. Alle haben dieselbe Frage: Was erwartet mich? Antworten erhalten Sie im Anschluss.

Mit dem Meisterbrief in der Tasche hat ein Handwerker so ziemlich alles erreicht, was er sich im Laufe seiner Karriere wünschen kann. Die Meisterprüfung ist natürlich vorgeschrieben, um selbstständig zu sein. Das ist aber nicht der einzige Vorteil: Der Meisterbrief ist auch ein gutes Aushängeschild, um innerhalb eines Betriebes aufzusteigen.

Die Voraussetzungen für den Meisterbrief

Um den Vorbereitungslehrgang für die Meisterprüfung besuchen zu können, müssen Sie die Gesellenprüfung bestanden haben. Direkt im Anschluss können Sie die Meisterprüfung dranhängen; so kommen Sie nicht aus der Lernroutine heraus. Eine Ausnahme bilden fachfremde Meisterprüfungen: Für diese müssen sie bis zu vier Jahre Berufserfahrung sammeln, ehe Sie den Meisterbrief erhalten können.

Der Meisterbrief bleibt Menschen, die keine Berufsausbildung abgeschlossen haben, nicht unbedingt vorbehalten. Auch sie können sich den Meistertitel sichern, wenn sie ausreichend Berufserfahrung vorweisen können und eine Ausnahmegenehmigung erhalten.

Vorbereitungslehrgang für Meisterprüfung

Meisterschulen sind in ganz Deutschland zu finden – sowohl in Teilzeit als auch Vollzeit. Bei Letzteren findet der Vorbereitungslehrgang für die Meisterprüfung wochenweise im Block statt. Teilzeitschüler besuchen den Unterricht freitags und samstags.

Der Vorteil: Sie können nebenbei arbeiten, sodass kein Verdienstausfall entsteht. Sinnvoll ist diese Option für Menschen, die den Meister spät angehen und bereits eine Familie haben, die auf das Gehalt angewiesen ist. Für junge Handwerker sind die Vorbereitungslehrgänge in Vollzeit meist die bessere Option.

Übrigens: Es gibt auch Meisterschulen mit flexiblen Kursangeboten, die das Vollzeit- und Teilzeitprogramm kombinieren. Die Schüler können die Kurse im Blockunterricht besuchen, wenn es zeitlich bei ihnen passt.

Die Kosten für den Meistertitel

Die Kosten für den Meistertitel schrecken viele Handwerker ab. Günstige Fortbildungen können ca. 4.000 Euro kosten; wer aber z.B. Elektriker-Meister werden will, sollte mit doppelt so hohen Kosten rechnen. Zu den direkten Kosten – neben etwaigen Verdienstausfällen – gesellen sich indirekte Aufwendungen für die Fahrt zu Meisterschule sowie eventuelle Unterkunftskosten.

Der Meisterbrief ist aber eine Investition für die Zukunft. Nach vier bis fünf Jahren rechnet sich der Meistertitel bereits – und ab diesem Zeitpunkt gewinnen Sie mehr Geld als zuvor, sodass letztendlich am Monatsende mehr übrig bleibt.

Förderungen für den Meisterbrief

Auch wenn die Investition in den Meisterbrief immer lohnenswert ist, stellen die Kosten für viele Handwerker ein unüberwindbares Hindernis dar. Glücklicherweise gibt es eine Lösung für das Problem, das sogenannte Aufstiegs-BAföG (früher als Meister-BAföG bekannt).

Um das BAföG zu erhalten, müssen Sie die gestellten Voraussetzungen erfüllen und einen Antrag vor Kursbeginn stellen. Ausführliche Informationen zu den Voraussetzungen und dem Antrag finden Sie auf aufstiegs-bafoeg.de.

Meister werden lohnt sich langfristig

Wenn Sie zuvor nur mit dem Gedanken gespielt haben, Meister zu werden, sollte Sie dieser Artikel nun überzeugt haben. Selbst wenn Ihnen das Geld für die Ausbildung fehlt, gibt es das Aufstiegs-BAföG als Finanzierungsmöglichkeit. Nutzen Sie diese, um Meister zu werden und langfristig von dem Titel zu profitieren.

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