Gütesiegel im Handwerk: Meisterhaft

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes hat 2005 gemeinsam mit diversen Landesverbänden eine Qualitätsoffensive begonnen. Ziel war es, Unternehmen im Handwerk, die hochwertige Leistungen anbieten, dabei zu helfen, sich vorteilhaft am Markt zu positionieren. Das Resultat der Anstrengungen ist das Gütesiegel Meisterhaft.

Meisterhaft: Ein langjähriges Gütesiegel im Handwerk

Mit Meisterhaft wurde ein Gütesiegel geschaffen, welches Betrieben helfen soll, sich mit ihrem erstklassigen Angebot von Konkurrenten abzuheben, die mit kostengünstigen Leistungen werben. Die Betriebe durchlaufen ein spezielles Verfahren, in dem ihre Qualitäten geprüft und zertifiziert werden.

Meister-Unternehmen überzeugen mit fachgemäßer Leistung bei der Bauausführung. Mit dem Meister-Prüfsiegel vermitteln sie nicht nur ihre Fachkompetenz, die Betriebe leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Verbraucherschutz. Die zertifizierte Qualität der Betriebe, die durch eine Fremdüberwachung ermöglicht wird, schafft bei den Handwerksunternehmen einen hochwertigen Auftritt und grenzt sie von den Konkurrenten ab, die mit günstigen Preisen werben.

Auch Kunden profitieren von der Vergabe des Meister-Siegel. Es hilft ihnen bei der Wahl eines qualifizierten Handwerkers und ermöglicht ihnen, seriöse Unternehmen von Billiganbietern zu unterscheiden. Des Weiteren sind die von Meisterhaft zertifizierten Dienstleister dazu verpflichtet, gewisse Qualitätsstandards einzuhalten und ihre Arbeiten zuverlässig, termingerecht und mit modernsten Materialien und Technologien abzuliefern. Kunden wird folglich Qualität garantiert.

Das dreistufige Qualifizierungssystem

Das Meisterhaft-Gütesiegel ist in drei Stufen eingeteilt, die darüber aufklären, welche Qualitäten ein Betrieb vorlegen kann. Fachbetriebe müssen die strengen Eingangsvoraussetzungen erreichen, zu denen unter anderem die Teilnahme an regelmäßigen Weiterbildungsveranstaltungen gehört, bevor sie drei, vier oder fünf Sterne erhalten.

3 Sterne

Die 3-Sterne-Qualifizierung tragen Mitgliedsbetriebe der Innungen, die eine Meisterqualifikation (oder ähnlichen Titel) besitzen sowie mit einem Vollhandwerk in der Handwerksrolle der Handwerkskammer eingetragen sind.

Die Mitglieder müssen zudem innerhalb von zwei Jahren an vier Veranstaltungen aus den Themenbereichen Technik, Recht sowie Unternehmensführung teilnehmen.

4 Sterne

Zusätzlich zu den Voraussetzungen der 3-Sterne-Vergabe haben Mitglieder die Aufgabe, jedes Jahr an zwei Fortbildungen teilzunehmen. Die Themenbereiche umfassen:

  1. Bautechnik
  2. Unternehmensführung
  3. Arbeitsschutz
  4. Marketing

Zusätzlich muss das Unternehmen alle zwei Jahre zumindest ein Fortbildungstagewerk absolvieren. Es besteht auch die Möglichkeit, 20 Nachweise an zufriedenen Kunden zu liefern.

5 Sterne

Für die Höherstufung in die 5-Sterne-Klasse ist die Erfüllung aller bisher genannten Kriterien notwendig. Da diese Betriebe zur Elite der Meister-Mitglieder gehören, müssen sie zusätzlich zwei Auszeichnungen durch externe Zertifikate vorweisen:

  1. Unternehmensführung
  2. Technik/Sicherheit/Umwelt

Die erste Auszeichnung wäre beispielsweise eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001. Den zweiten Bereich erfüllen Handwerker, indem sie zum Beispiel ein Rating durch Banken erhalten oder innerhalb von zwei Jahren 20 Kundenzufriedenheitsnachweise sammeln können.

meister.de

Auf unserem Expertenblog finden Sie Fachwissen und spannende Beiträge rund um die Themen Handwerk, Bauen, Wohnen und Sanieren.
Die vielseitigen Kategorien, mit nützlichen Tipps und Checklisten sind hilfreich für Handwerker, Heimwerker, Bauherren und alle die gerne anpacken.

Fragen? Feedback? Anmerkungen?
Kommentar hinterlassen oder eine Mail an redaktion@meister.de schreiben
meister.de

/ DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

FOLGEN SIE UNS

Alle Rechte vorbehalten © Portal United AG 2019