Gütesiegel im Handwerk: E-CHECK

Im Bereich Gütesiegel im Handwerk nimmt der E-CHECK eine spezielle Rolle ein. Der Qualitätscheck richtet sich an elektrische Betriebsmittel und Anlagen, die einer Abnutzung und Alterung unterliegen. Entscheidende Faktoren sind Umwelteinflüsse, die Bedingungen im Betrieb sowie der Gebrauch. Im Laufe der Zeit können Mängel auftreten, welche die Sicherheit im Gewerbe oder Haushalt beeinflussen. Wiederkehrende Prüfungen gemäß dem Gütesiegel E-CHECK reduzieren Risiken aller Art.

Die wiederkehrende Prüfung elektrischer Systeme

Ein Haushalt kann nicht ohne Strom funktionieren. Er ist die Grundlage für den Betrieb aller elektrischen Systeme. Einmal ans Stromnetz angeschlossen laufen die Geräte, ohne dass ihnen große Beachtung geschenkt wird. Das ist ein großes Problem in Haushalten sowie Betrieben. Denn im Haus beträgt die Spannung 230 Volt (V) und ist damit theoretisch lebensgefährlich. In einigen Betrieben wird sogar mit höheren Spannungen gearbeitet.

Sicherheit hat in jedem Haushalt und Betrieb oberste Priorität. Das gilt auch beim Umgang mit elektrischen Geräten. Da sie sich mit der Zeit abnutzen, garantiert nur eine regelmäßige Prüfung, dass sie einwandfrei funktionieren. Auf Grundlage der Richtlinie prüfen ausgebildete Fachkräfte, ob die elektrischen Anlagen oder Betriebsmittel funktions- und gebrauchsfähig sind und ordnungsgemäß funktionieren.

Wiederkehrende Prüfungen werden gemäß der Richtlinie beispielsweise nach VDE 0105 Teil 100 sowie VDE 0702 ausgeführt. In Betrieben gibt es in der Regel zusätzliche Anforderungen durch den Gesetzgeber, beispielsweise Unfallverhütungsvorschriften nach GUV-V A2 oder BGV A3.

Die Durchführung der wiederkehrenden Prüfung

Um elektrische Anlagen sowie Betriebsmittel zu testen, prüft das Fachpersonal die Systeme nach folgenden Kriterien:

  • Alter: Jedes Gerät unterliegt einem natürlichen Alterungsprozess. Je älter es ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert.
  • Zustand & Beanspruchung: Bestimmte Produkte werden stark beansprucht und können selbst nach einer kurzen Gebrauchszeit nicht länger sicher betrieben werden.
  • Umgebungseinflüsse: Einige Geräte leiden unter extremen Umgebungseinflüssen, die nicht immer ausgeschlossen werden können (Hitze- und Staubentwicklung zum Beispiel).

Die Fachkraft eines Elektroinnungsfachbetriebes wird im Rahmen der Prüfung auch alte Prüfprotokolle analysieren und die vorhandenen Bestandsunterlagen studieren. Des Weiteren muss sie prüfen, ob eine technische Dokumentation vorliegt und diese alle wichtigen Informationen beinhält.

Sicherheit für Verbraucher und Unternehmer

Laut dem Zentralverband des Deutschen Elektrohandwerks werden jährlich rund 235.000 Prüfungen ausgeführt. Die regelmäßige Prüfung elektrischer Systeme gibt Verbrauchern, aber auch Unternehmern und ihren Angestellten ein Gefühl von Sicherheit.

Neben der Stromprüfung beraten die Fachkräfte der Branche Elektrohandwerk auch zu Energiesparmöglichkeiten bei elektrischen Systemen sowie Geräten. Neue Produkte verbrauchen weitaus weniger Strom als altmodische Geräte. Eine Investition amortisiert sich innerhalb kurzer Zeit.

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