Feuchtigkeit im Winter vermeiden

Feuchtigkeit ist der größte Feind aller Immobilienbesitzer, denn sie führt früher oder später zu Schimmelpilz. Ein angenehmes Raumklima zu schaffen ist wichtig, damit Schimmelpilz keine Chance hat. Tipps, wie das gelingt, finden Sie im Anschluss.

Wenn Schimmelpilz auftritt, sollte er schnellstmöglich entfernt werden, da dieser gesundheitsschädigend sein kann und Risiken bergen kann. Damit es dazu gar nicht erst kommt, sollten Sie die nachfolgenden Punkte beachten.

Luftfeuchtigkeit: Was sie ist und wie sie kontrolliert wird

Die Luftfeuchte ist ein Wert, der angibt, wie viel Wasserdampf in einem Wohnraum zu finden ist. Im Gegensatz zur Raumtemperatur ist die Luftfeuchtigkeit schwerer nach Empfinden zu ermitteln. Deshalb sollten Sie diese mithilfe eines Hygrometers (analog oder digital) messen.

Folgende Faktoren beeinflussen die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen:

  • Wasserdampf, der von Personen, Pflanzen oder beim Kochen beziehungsweise Duschen an die Raumluft abgegeben wird.
  • Wer richtig lüftet, kann die feuchte Luft aus dem Haus entfernen.
  • Bestimmte Materialien können viel Feuchtigkeit speichern und bei Bedarf abgeben (z.B natürliches Holz oder Ziegel).

Hinweis: In neuen Gebäuden, die nicht komplett trocken sind sowie sanierten Immobilien, strömt Feuchtigkeit in großen Mengen aus Baumaterialien. Dieses Problem tritt insbesondere im Winter auf, da Neubauten aufgrund der niedrigen Temperaturen nur langsam trocknen.

Bildung von Schimmelpilz: Wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist

In Häusern ohne Wärmedämmung sollte die Luftfeuchte nicht über 60 Prozent ansteigen. Ab diesem Wert vermehren sich Milben. Die Bildung von Schimmelpilz wird ab einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent begünstigt.

Doch auch eine falsch angebrachte Innendämmung führt unter Umständen zu einem Befall mit Schimmelpilzen. Bei Schimmelbefall ist besondere Vorsicht geboten: Er kann Allergien, Asthma und Rhinitis auslösen.

Mit passender Luftfeuchtigkeit für ein angenehmes Raumklima sorgen

Eine zu hohe Luftfeuchte begünstigt nicht nur die Bildung von Schimmelpilz, sondern verschlechtert auch das Raumklima. Die Bewohner des Hauses fühlen sich unwohl und werden sehr müde; sie haben den Eindruck, es fehle frische Luft im Raum.

Die einfachste Methode, das Raumklima zu verbessern, ist richtig zu lüften. Das Umweltbundesamt gibt hierzu folgende Tipps:

  • Morgens intensive Stoßlüftung betreiben
  • Hohe Luftfeuchte in Küche und Bad durch Stoßlüften beseitigen
  • Fenster nicht stundenlang gekippt lassen
  • Im Schlafzimmer abends lüften
  • Wohnräume nicht zu stark beheizen und auf gutes Verhältnis zwischen Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit achten

In modernen Häusern wird das Lüften nicht mehr manuell betrieben, sondern automatisch. Es kommen sogenannte zentrale oder dezentrale Lüftungsanlagen zum Einsatz, die das Haus rund um die Uhr mit frischer Luft versorgen, ohne dass Energie verloren geht.

Neben dem richtigen Lüften sollten Sie sich auch über eine mögliche Installation von Luftentfeuchtern informieren. Diese mobilen Geräte können auf eine flexible Art und Weise in verschiedenen Räumen oder Werkstätten, Wäscheräumen sowie Kellern verwendet werden.

Fazit: Vorsicht vor Schimmelbefall!

Eine hohe Luftfeuchtigkeit sollte im Winter in allen Immobilien vermieden werden. Sie senkt den Komfort in Wohnräumen oder führt im schlimmsten Fall zur Bildung von gefährlichen Schimmelpilzen.

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