Feuchte Keller – Ursachen, Folgen und Lösungen

Vor allem in den Kellern älterer Häuser ist ein Problem immer wieder zu finden: nasse Wände und feuchte Keller. Ohne die Ursachen für die eindringende Feuchte im Keller zu beheben, kann dabei nicht nur die Bausubstanz zu Schaden kommen. Wenn die Feuchtigkeit auf eingelagerte Gegenstände übergeht, dauert es meist nicht lange, bis diese verschimmeln und unbrauchbar werden. Die wichtigsten Informationen über Ursachen für die Feuchte im Keller, die möglichen Folgen und die Maßnahmen, die bei nassen Wänden am besten helfen, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Welche Gründe gibt es für feuchte Keller?

Feuchte Keller können viele Gründe haben und nicht bei allen wird gleich eine umfassende Sanierung nötig.

Falsches Lüftungsverhalten transportiert Wasser in den Keller

Eine der häufigsten Ursachen für feuchte Keller ist zum Beispiel ein falsches Lüftungsverhalten. Sommerluft ist warm und transportiert viel Feuchtigkeit. Gelangt die Luft in den Keller, kann es passieren, dass das enthaltene Wasser bereits bei Wand-Temperaturen von 15 bis 20 Grad Celsius kondensiert und ausfällt. Sichtbar wird der Effekt zum Beispiel auch nach dem Duschen im Bad. Denn auch hier kondensiert warme und feuchte Luft an der kühleren Oberfläche des Spiegels.

Undichte Rohre im Keller verursachen Wasserschäden

Eine zweite Ursache für Feuchte im Keller sind häufig undichte Wasser-, Abwasser- oder Heizungsleitungen. Liegen diese im sichtbaren Bereich, können sie zum Beispiel durch Pfützen am Boden lokalisiert werden. Wurden die Stränge hingegen unter Putz, in Schächten oder Kanälen verlegt, zeigen sich Undichtigkeiten zum Beispiel durch einzelne feuchte Stellen an den betroffenen Wänden.

Wasser aus verstopften Regenwasser-Fallrohren kann durch das Mauerwerk drücken

Neben defekten Leitungen im Gebäude können auch verstopfte Regenwasser-Fallrohre zum Grund für feuchte Keller werden. Denn vor allem im Herbst, wenn lang anhaltender Regen durch Laub und Blätter nicht mehr richtig abfließt, kann es passieren, dass das Wasser aus dem Regenrohr austritt und von außen in das Haus tritt. Erkennbar ist das Problem in der Regel durch einen Blick zum Fallrohr. Über einen Deckel kurz über dem Boden kann das Rohr geöffnet und eventuell vorhandenes Laub entfernt werden.

Drückendes Wasser aus dem Erdreich kann Außenwände durchfeuchten

Eine weitere Ursache für feuchte Keller ist drückendes Wasser aus dem Erdreich. Das kann zum Beispiel bei einem gestiegenen Grundwasserspiegel oder anhaltenden Regenfällen durch Undichtigkeiten ins Haus gelangen und hier zu einer allmählichen Durchfeuchtung oder sogar stehendem Wasser im Keller führen. Eine häufige Ursache ist dabei zum Beispiel ein undichter Anschluss der Außenwände auf der Bodenplatte oder eine defekte Drainage.

Welche Folgen haben feuchte Keller?

Neben einem unangenehmen moderigen Geruch kann die Feuchte im Keller schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. So entstehen in der feuchtwarmen Umgebung zum Beispiel Schimmelpilze, die die Gesundheit beeinträchtigen. Das Wasser selbst führt hingegen zu Schäden an der Bausubstanz, die – wenn sie lange unentdeckt oder unbehandelt bleiben – erhebliche statische Probleme verursachen können. Denn neben bröckelndem Putz oder bröselnden Ziegeln kann das Wasser die Außenwand bei Frost im Winter regelrecht auseinanderdrücken. Neben einer eingeschränkten Nutzbarkeit der Kellerräume führt das auch zur Wertminderung der Immobilie.

Die wichtigsten Folgen feuchter Keller sind:

  • moderiger Geruch und eingeschränkte Nutzbarkeit,
  • Schimmelbefall und Gesundheitsgefährdung,
  • bröckelnder Putz und zerbröselnde Ziegel,
  • Schäden an der Bausubstanz,
  • Wertminderung der Immobilie.

Lösungen – Welche Maßnahmen helfen gegen feuchte Keller?

Die einfachste Maßnahme gegen Feuchte im Keller ist es, das eigene Lüftungsverhalten anzupassen. Wirkungsvoll ist die Lüftung dabei zum Beispiel nachts oder an kühleren Tagen. Ebenso sollten zunächst alle Leitungen überprüft und wenn nötig abgedichtet bzw. gereinigt werden.

Tritt dennoch Feuchte im Keller auf, gehört das Problem in die Hände eines Sachverständigen. Denn nur dieser kann sicher herausfinden, woher das Wasser kommt und welche Möglichkeiten es für eine Sanierung der betroffenen Mauerwerks-Abschnitte gibt.  Wichtig zu wissen ist hier, dass die falschen Maßnahmen entweder zu keiner Lösung oder sogar zu einer Verschlimmerung des Problems führen können.

Empfiehlt der Sachverständige eine Abdichtung von außen, sollten Sie prüfen, ob im gleichen Zuge auch eine Perimeterdämmung angebracht werden kann. Diese erhöht neben dem Schutz der Kellerwände auch den Wärmeschutz und kann so zu sinkenden Heizkosten beitragen.

Die Feuchte im Keller ist ein häufiges Problem, das oft schon mit einfachen Lösungen behoben werden kann. Tritt Wasser durch Boden oder Wand ein, gilt es jedoch schnell zu handeln, um die entstehenden Schäden wie auch die Kosten der Sanierung möglichst gering zu halten. Wichtig ist es jedoch, die Maßnahmen erst nach der Analyse durch einen Bausachverständigen festzulegen. Andernfalls können die Feuchte-Probleme weiter bestehen oder sogar verschlimmert werden.

 

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Alexander Rosenkranz

Alexander Rosenkranz (28 J.) ist Gründer von energie-wortwende.de und war als Co-Gründer an der Entwicklung der Sanierungsplattform eccuro beteiligt. Verständliche Informationen und eine motivierende Kommunikation sind für ihn der Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg der Energiewende.
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