Fenstereinbau: Heimwerker müssen achtsam sein

Wer den Einbau neuer Fenster selbst in die Hand nimmt, ist dazu in der Lage, die Kosten deutlich zu senken. Doch Heimwerker müssen besonders achtsam sein, damit ihr Werk den langfristigen Anforderungen gerecht wird. Wir werfen einen Blick auf die wichtigen Kniffe der Montag beim Fenstereinbau.

Der konforme Fenstereinbau

Zu bedenken ist zunächst die Tatsache, dass ein Fenster nicht nach einem beliebigen Muster eingebaut werden kann. In Deutschland sind es die Regelwerke DIN 18355, DIN 4108 und die EnEV (Energieeinsparverordnung), welche das genaue Muster des Einbaus bestimmen. Wer sich dazu entschließt, einen Handwerker ans Werk zu lassen, kann sich sicher sein, dass all jene Bestimmungen eingehalten werden.

Auf drei Ebenen muss der Einbau des Fensters besonderen Anforderungen gerecht werden. Die innere Ebene stellt sicher, dass das Raumklima von äußeren Einflüssen getrennt und luftdicht abgeschlossen ist. Die mittlere Ebene bezieht sich auf die Montagefuge, während die äußere Ebene die äußerliche Abdichtung des Fensters genauer definiert.

Günstige Produkte für den Fenstereinbau im Internet

Es sind die attraktiven Einsparmöglichkeiten, welche den selbstständigen Einbau so attraktiv machen. Neben klassischen Händlern sind heute auch im Internet Verkäufer mit langjähriger Erfahrung zu finden. Dies gilt zum Beispiel für die Seite www.sparfenster.de.

Heimwerker profitieren nicht zuletzt von den genauen Beschreibungen der Produkte. Während für Handwerker längst klar ist, welche Bauteile infrage kommen, erhalten Laien alle wichtigen Angaben, die von ihrer Seite aus für eine genaue Einordnung von Bedeutung sind.

Worauf basiert die Auswahl der Fenster?

Wer sich für den Einbau der Fenster in eigener Regie entscheidet, muss den Blick sogleich auf die Auswahl der passenden Produkte lenken. Denn während ein beauftragter Handwerker auch diesen Schritt der Installation übernimmt, fällt der Kauf nun in die eigene Verantwortung. So lohnt es sich, einen Blick auf die verschiedenen Kriterien zu werfen, wie sie für die Auswahl der Fenster entscheidend sind.

Fenster: U-Wert

Der U-Wert der Fenster sollte schon ganz zu Beginn in den Blick genommen werden. Dieser Richtwert gibt an, wie viel Energie auf einer Fläche von einem Quadratmeter verloren geht. Je niedriger die Angabe ist, über die jedes Fenster verfügen muss, desto besser ist seine Wärmedämmung. Unter dem Strich ist damit die Chance verbunden, die laufenden Kosten im Eigenheim massiv zu reduzieren. Umso wichtiger ist die Transparenz, mit der diese Angabe inzwischen zu finden ist. Für jegliche bauliche Veränderungen an Immobilien ist derweil ein Wert von höchstens 1,3 vorgeschrieben.

Fenster: g-Wert

Seltener richten Heimwerker ihren Blick auf den g-Wert, wenn es für sie um den Kauf eines Fensters geht. Dabei spielt auch dieser bei der Gestaltung eine große Rolle. Er macht deutlich, wie viel Energie der eintreffenden Sonnenstrahlung in den Wohnraum gelangt. Verfügt ein Fenster über einen g-Wert von 0,65, so sind dies 65 Prozent der Gesamtmenge. Entscheidend ist diese Angabe vor allem auf jenen Fenstern, die auf der Südseite des Hauses angebracht werden und die über weite Strecken des Tages einer sehr starken Strahlung ausgesetzt sind.

Ist der g-Wert der Fenster zu hoch, so kann dies sehr leicht zu einer Überhitzung der Räumlichkeiten führen. Doch ein niedriger g-Wert ist per se nicht zwingend positiv einzuschätzen. Stattdessen kann er an kühlen Tagen dafür sorgen, dass insgesamt zu wenig Wärmeenergie in die eigenen vier Wände eindringt und dadurch zusätzlich geheizt werden muss. So bleibt es letztlich entscheidend, genau zwischen den einzelnen Seiten des Hauses zu differenzieren und auf dieser Basis eine durchdachte Entscheidung zu treffen.

Fenster: Schallschutz

Längst ist bekannt, wie stark die negativen Auswirkungen eines zu hohen Lärmpegels sind. Der Schallschutz eines Fensters darf gerade vor diesem Hintergrund zu keiner Zeit vernachlässigt werden. Während dieser Aspekt auf dem ruhigen Land zunächst nicht im Vordergrund steht, ist es an stark befahrenen Straßen mit dichter Bebauung notwendig, darauf viel Wert zu legen. Eine sehr effiziente Bekämpfung des Lärms ist bereits mit asymmetrisch aufgebauten Fenstern möglich. Da die äußere Scheibe hier etwas dicker ist, kann der Lärm aktiv reduziert werden.

Etwas teurer ist es, auf eine innere Dämmung der Scheibe zu setzen. Der Zwischenraum zwischen den beiden Gläsern wird dann speziell gedämmt. Da sich jedoch die Dichte des gesamten Konstrukts auf diese Weise erhöht, werden die Scheiben insgesamt dicker und schwerer. Dies wird nicht nur beim Einbau der Fenster zu einer weiteren Herausforderung. Darüber hinaus reduziert sich unter Umständen der Komfort der Bedienung. So ist es besonders wichtig, sich im Vorfeld darüber in Kenntnis zu setzen, welches Maß an Schallschutz wirklich notwendig ist. Dann kann diese Erkenntnis in die eigenen Entscheidungen einfließen.

Fenster: Sicherheit

Zuletzt spielt die Sicherheit der Fenster eine Rolle, die jedoch ebenfalls im Kontext von Lage und Einbau bewertet werden muss. Im mittleren Teil einer Fassade, die sich womöglich bis in den zweiten oder dritten Stock zieht, ist selten ein einbruchsicheres Fenster erforderlich. Im Erdgeschoss hingegen, wo die Scheiben von den Tätern sehr leicht zu erreichen sind, gestaltet sich die Lage anders. Zusätzliche Pilzkopfzapfen, der Anbohrschutz am Griff des Fensters und ein Verbundsicherheitsglas tragen dazu bei, dass die Täter nicht binnen weniger Augenblicke in die Wohnung eindringen können. Wichtige Informationen rund um die Ausstattung sind auch auf der Seite der Polizei Beratung im World Wide Web zu finden.

Risiken des selbstständigen Fenstereinbaus

Während auf der einen Seite ein großes Sparpotenzial zu verbuchen ist, so bleibt auf die Schwierigkeiten zu verweisen, die der eigenständige Fenstereinbau mit sich bringen kann. Einerseits können sich kleine Fehler einschleichen, die letztlich eine negative Auswirkung auf die Dichtigkeit der Fenster haben. So bilden sich beispielsweise Wärmebrücken, die den U-Wert der Fenster dauerhaft reduzieren.

Einerseits reduziert sich dadurch die neue Energieeffizienz, die mit dem Austausch der Fenster zu erreichen gewesen wäre. Auf der anderen Seite kann eine Wärmebrücke das Risiko für Feuchtigkeitsschäden deutlich in die Höhe treiben und dadurch langfristig die Lebensdauer reduzieren. Hier muss dem Fenstereinbau in Eigenregie zunächst eine objektive Einschätzung der eigenen Kenntnisse vorangehen.

Auch künftig besitzen Handwerker demnach das Recht, auf die real existierenden Vorteile des professionellen Einbaus aufmerksam zu machen. Gerade in einer Zeit, in der immer mehr Wert auf das Thema Energieeffizienz gelegt wird, ist es unerlässlich, perfekt gefertigte Produkte in geeigneter Weise in die Hauswand zu integrieren.

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