Keine Probleme, sondern spannende Herausforderungen: Erfahrungen auf der Walz

Auf der Wanderschaft haben junge Handwerksgesellen die Möglichkeit Außergewöhnliches zu erleben. Sie können auf eine besondere Art und Weise berufliche, aber auch persönliche Erfahrungen sammeln. Im Interview gibt der Wandergeselle Raphael Beljung faszinierende Einblicke in den Walz-Alltag. Von kleinen Problemen abgesehen – die eigentlich auch keine sind – spricht Raphael von Erlebnissen, die zum Nachdenken anregen und zeigen, dass unser Miteinander manchmal gar nicht so schlecht funktioniert. Rapheal kommt aus München und ist nun seit zwei Jahren und drei Monaten unterwegs, zur Zeit arbeitet und wohnt er bei einem Steinmetzbetrieb im schönen Franken. Doch schon bald geht die Reise weiter…


Meister:
Welche Probleme ergeben sich unterwegs?

Raphael Beljung: Da gibt es unterschiedliche Probleme. Das hängt auch davon ab, wie man Probleme sieht. Also man lernt auf der Walz relativ schnell das man mit Situationen, die einfach so sind, klarkommen muss. Wie zum Beispiel, dass man immer wieder irgendwo Arbeit und einen Schlafplatz finden muss. Aber das sind für mich alles keine Probleme, sondern eher Herausforderungen des Alltags.

Meister: Was würdest du einem jungen Handwerker raten, der überlegt auf die Walz zu gehen?

Raphael Beljung: Er sollte sich das Ganze vorher mal anschauen. Man kann zum Beispiel einfach mal ein paar Tage mit jemanden mitreisen, vielleicht ist ja ein Bekannter auf der Walz. Man kann aber auch mal auf ein Gesellentreffen kommen, und dort allerhand kennen lernen.

Meister: Also kann man auf solche Treffen auch wenn man kein Handwerksgeselle ist?

Raphael Beljung: Ja genau, auf den Gesellentreffen ist man als Interessent immer herzlich willkommen.

Meister: Wie erfährt man von solchen Treffen?

Raphael Beljung: Das ist eine gute Frage. Man trifft andere Wandergesellen, die sagen einem dann sowas. Beziehungsweise man quatscht sie selbst einfach darauf an, bis sie einem die Termine sagen. Es gibt auch bei uns in den verschiedenen Schächten und Städten Gesellschaften, da kann man einfach nachfragen oder es gibt auch die Homepage und dort findet man Kontaktpersonen, die geben einem dann meist die Kontakdaten der nächsten Gesellschaft und die wissen dann mehr.

Meister: Was fehlt dir am meisten auf der Walz?

Raphael Beljung: Puh…Da fällt mir jetzt spontan nichts ein…Naja doch, manchmal eine eigene Couch.

Meister: Gibt es noch ein besonderes Erlebnis, das einzigartig war oder einen unvergesslichen Moment?

Raphael Beljung: Also da gibt es wirklich extrem viele. Also sei es wirklich beim Reisen – also wir waren mit anderen Wandergesellen im Januar/Februar in Marokko – da haben wir uns einen Sonnenuntergang mitten in der Wüste angeschaut, das war wirklich sehr schön. Aber es gibt in allen Bereichen schöne Momente, zum Beispiel wenn man sich mal wieder mit anderen trifft oder wenn etwas unerwartetes passiert.

Meister: Wie bist du bis nach Marokko gekommen?

Raphael Beljung: Wir sind die ganze Strecke mit ein paar Einheimischen mit dem Auto gefahren.

Meister: Wie unterscheiden sich die einzelnen Gerwerke in den verschiedenen Ländern und welche Erfahrungen konntest du für dich dort sammeln?

Raphael Beljung: Also ich habe neulich in der Schweiz gearbeitet, da war relativ viel ähnlich, so von den ganzen Anforderungen und Normen her. Eigentlich, wie man sich das in der Schweiz so vorstellt: sehr korrekt und sehr, sehr genau und präzise. Aber da gibt es ja auch schon innnerhalb von Deutschland viele Unterschiede. Darum arbeitet man, besonders am Anfang, auch viel hier, weil es in den verschiedenen Ecken einfach ganz anderes gemacht wird und überall ganz unterschiedliche Herausforderungen und Ansprüche an einen gestellt werden.

Vielen Dank Raphael, für das herzliche und interessante Gespräch!

Raphael Beljung: Also ich habe neulich in der Schweiz gearbeitet, da war relativ viel ähnlich, so von den ganzen Anforderungen und Normen her. Eigentlich, wie man sich das in der Schweiz so vorstellt: sehr korrekt und sehr, sehr genau und präzise. Aber da gibt es ja auch schon innnerhalb von Deutschland viele Unterschiede. Darum arbeitet man, besonders am Anfang, auch viel hier, weil es in den verschiedenen Ecken einfach ganz anderes gemacht wird und überall ganz unterschiedliche Herausforderungen und Ansprüche an einen gestellt werden. Vielen Dank Raphael, für das herzliche und interessante Gespräch!

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