Energieberatung: Vorteile, Kosten, Möglichkeiten

Als angehender Bauherr und Hausbesitzer, aber auch als Käufer oder Mieter einer Immobilie sollte man sich früher oder später mit dem Thema Gebäudeeffizienz beschäftigen. Besser früher, denn man wird schnell erkennen, welch enormes Einsparpotenzial ein genauer Blick auf das Heizsystem, die Elektrogeräte und den kompletten Energiestandard des Hauses offenbart.

Ein Gebäude effizienter zu machen und Energie zu sparen, heißt aber nicht, dass man auf etwas verzichten muss. Es geht darum Energie effizient, also sinnvoll und umweltfreundlich zu nutzen. Doch was bedeutet das für mich? Wie schafft man es die großen Energiefresser des Haushalts ausfindig zu machen? Und welche Verbesserungsmaßnahmen kommen für infrage? Die Antwort: Eine individuelle Energieberatung!

Wie viel kostet eine Energieberatung, was beinhaltet sie?

Möchte man sich zunächst nur einen allgemeinen Überblick verschaffen und sich über die verschiedenen Einsparmöglichkeiten informieren, empfiehlt sich eine Beratung über die Verbraucherzentrale. Online über www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder über die kostenlose Hotline (0800 8 0980 2400) können bereits erste Fragen geklärt und ein passender Energiecheck ausgewählt werden. Je nach Interessen und ob man Mieter oder Hausbesitzer ist, kann man einen Basis-, Gebäude- oder Brennwert-Check wählen. Hier wird von einem Energieberater der Ist-Zustand des Hauses oder der Wohnung analysiert und nach Einsparungsmöglichkeiten gesucht. Die Kosten dafür liegen zwischen 10 und 30 Euro.

Eine Energieberatung ist oft günstiger als man denkt, bringt aber viele Vorteile.

Eine Energieberatung ist oft günstiger als man denkt, bringt aber viele Vorteile.

Wurden die grundlegenden Fragen bereits geklärt oder sind Sanierungsmaßnahmen notwendig und vielleicht auch schon in Planung, sollte man einen Termin für eine umfassende „Vor-Ort-Beratung“ des BMWi vereinbaren. Infos dazu gibt es unter: www.bafa.de
Auch hier kommt ein unabhängiger Energieberater vorbei und untersucht das Gebäude. Dieser erstellt dann aber auch noch einen umfangreichen Energieberatungsbericht, in dem das individuelle Sanierungskonzept enthalten ist. Je nach Größe des Hauses fallen hier Kosten im Bereich von 500 und 1500 Euro an. Doch das BMWi übernimmt bis zu 60 Prozent der Beratungskosten (für Ein- und Zweifamilienhäuser maximal 800 Euro). Doch um als Verbraucher die Förderung zu bekommen, muss der beauftragte Energieberater auch als Energieeffizienz-Experte beim Bund gemeldet sein und sich z.B. durch eine Prüfung bei der Handwerkskammer qualifiziert haben.

Wie wird man Energieberater?

Die Weiterbildung zum Energieberater sorgt für ein umfassendes Expertenwissen.

Die Weiterbildung zum Energieberater sorgt für ein umfassendes Expertenwissen.

Die Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen zum Energieberater bringen Handwerksmeister der Bau- und Ausbaugewerbe sowie Anlagenmechaniker und Kaminkehrer bzw. Schornsteinfeger mit. Damit Energieberater ein Gebäude richtig begutachten und auf Maßnahmen zur energetischen Optimierung aufmerksam machen können, müssen sie in ganz unterschiedlichen Bereichen geschult werden. Zu den Schwerpunkten der Weiterbildung gehören deshalb Inhalte aus der Bau- und Heizungstechnik sowie aus der Abgas- und Elektrotechnik, aber auch aus dem Bereich Projektarbeit, Planung und Baubegleitung. Von der Handwerkskammer ausgebildete Energieberater sind deshalb qualifiziert die ausführlichen „Vor-Ort-Beratungen“ (BAFA) durchzuführen sowie die Fachplanung und Baubegleitung von KfW-Effizenzhäusern zu übernehmen. Da die Lerninhalte eng an die EnEV 2014 anknüpfen, ist man nach der Weiterbildung natürlich auch befähigt Energieausweise auszustellen.

Tipps und Hinweise:

  • Bei anstehenden Renovierungen oder beim Neubau immer prüfen, ob auch energiesparende Maßnahmen vorgenommen oder erweitert werden können.
  • Den eigenen Verbrauch und die Kosten regelmäßig protokollieren.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will und sich die Förderung des BMWi nicht entgehen lassen möchte, sollte seinen qualifizierten und unabhängigen Energieberater über energie-effizienz-experten.de auswählen
  • Es ist sinnvoll sich vor der Beratung z.B. online über die Themen Strom sparen und Heizkosten senken informieren und selbst erste (kleinere) Maßnahmen umsetzen.

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