Eine kleine Wohnung optimal einrichten

Klein ist nicht gleich klein! Die Immobilien- und Mietpreise sowie die Anzahl der Single-Haushalte steigen in den letzten Jahren stark an. Diese Entwicklungen führen dazu, dass immer mehr Menschen in kleinen Wohnungen leben. Auf beengtem Raum ist es eine Kunst, den Platz optimal zu nutzen und alles Notwendige unterzubringen. Lesen Sie deshalb hier wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Wohnung bestmöglich einrichten können.

Vor dem Einrichten der neuen Wohnung

Bevor Sie jedoch Ihre neue Wohnung einrichten, gibt es ein paar grundlegende Dinge, auf die Sie achten sollten:

  • Böden: Idealerweise liegt der gleiche Boden in allen Räumen, also Wohn-/Schlafzimmer, Flur und vielleicht auch Küche. Das vergrößert den Raum optisch, da die Übergänge zwischen den Zimmern fließender werden.
  • Wände: Setzen Sie auf helle Farben. Dadurch wirkt der Raum größer. Das heißt aber nicht, dass Sie alle Wände weiß streichen müssen. Die jeweiligen Farben haben unterschiedliche Wirkungen. Pastellfarben zum Beispiel machen Ihr Zuhause wohnlicher, weiße Wände intensivieren das Tageslicht und Naturtöne haben eine freundliche Wirkung. Kräftige Farbakzente können Sie dann mit Ihrer Einrichtung setzen.
  • Ausmisten: Gerade wenn Sie Ihren Haushalt verkleinern, sollten Sie sich einiger Ihrer Besitztümer entledigen, damit Ihr neues Zuhause nicht sofort überfüllt ist. Nehmen Sie sich 3 Kisten und gehen Sie durch alle Ihre Schränke: in die erste Kiste kommen die Dinge, die Sie behalten wollen, in Kiste 2 alles, was zu schade zum Wegwerfen ist, aber Sie nicht mehr brauchen, und in die letzte Kiste kommen Dinge, von denen Sie sich schmerzlos trennen können. Die Inhalte aus Kiste zwei können Sie entweder verkaufen, spenden oder verschenken. So können Sie entweder Ihre Haushaltskasse etwas aufbessern oder genießen einfach nur das Gefühl der Erleichterung, mit einer Spende noch etwas Gutes getan zu haben.

Raum ausnutzen

Da es einer kleinen Wohnung an Fläche mangelt, ist es wichtig, jede Ecke so gut wie möglich auszunutzen. Das kann man beispielsweise tun, indem man die Raumhöhe ausnutzt und möglich passenden Stauraum einfügt. Außerdem sollte man auch den Stauraum der Möbel selbst ausnutzen, um weniger Wand- und Bodenfläche dafür zu verschwenden. Dasselbe gilt für die Beleuchtung: Wieso Lampen auf den Boden stellen, wenn man sie auch an die Decke oder die Wand hängen kann?

Bei einer Wohnung mit hohen Decken, wie sie häufig in Altbauten vorkommen, haben Sie den Vorteil, dass Sie zwar wenig Bodenfläche haben, aber dafür nach oben ausweichen können. Wenn Ihnen die Wohnung gehört, könnten Sie eine Galerie oder eine Art Plattform einbauen lassen, die man als Schlafzimmer oder Büro nutzen kann. Gerade für einen Schlafplatz bietet sich diese Möglichkeit an, da man hierfür keine volle Raumhöhe benötigt. So können Sie den Platz hierfür in den eigentlichen Räumen sparen und gleichzeitig das Mobliliar, das unter der Galerie platziert wird, optisch von der restlichen Einrichtung abgrenzen. Alternativ zu einem festen Einbau können Sie auch einfach in ein Hochbett investieren. Auch damit schaffen Sie vor allem in einer 1-Zimmer-Wohnung zusätzlichen Raum für zum Beispiel einen Arbeitsplatz.

Ein kleiner Wohnzimmertisch reicht als Ablage aus. Kleine Wohnung einrichten

Ein kleiner Wohnzimmertisch reicht als Ablage aus.

Wenn Ihre Decken nicht hoch genug für die bisherigen Gestaltungsvorschläge sind, lohnt es sich zumindest, möglichst viel Stauraum in Deckennähe zu schaffen, da so am Boden bzw. an den Wänden mehr Platz für Sitzmöbel bleibt. So können Sie zum Beispiel Regalbretter über der Tür, in Ecken oder allgemein möglichst nah unter der Decke anbringen. So bleiben die verstauten Dinge erreichbar, ohne wertvollen Raum zu verstellen. Ansonsten bieten sich maßgefertigte Einbauschränke an. Diese können von einem Fachmann nach Ihren Lagerbedürfnissen den Gegebenheiten Ihrer Wohnung optimal angepasst werden, sodass Sie Ihren Besitz möglichst platzsparend und nicht für alle sichtbar verstauen können.

Als Letztes gilt noch, dass Sie keinen Stauraum, den Ihre Möbel möglicherweise bieten, verschenken. So können Sie beispielsweise Ihre Bettwäsche entsprechend verpackt unter Ihrem Bett lagern. Bei Tischen sollten Sie auf Extra-Raum achten, zum Beispiel durch Schubladen oder Fächer. Auch Hocker können zu einem Platzwunder werden: Sitzgelegenheit für Gäste, Stauraum für Decken oder Kissen und findet, wenn Sie ihn nicht brauchen, vielleicht sogar unter dem Sofatisch Platz.

Weitere Tipps

Es gibt noch einige weitere Dinge, auf die Sie achten sollten, wenn Sie eine kleine Wohnung beziehen:

  • Hängen Sie große Spiegel auf, um den Raum optisch zu vergrößern, möglichst gegenüber einer hellen Wand.
  • Lieber große Möbel, und dafür weniger in der Wohnung platzieren.
  • Farbakzente mit Einrichtung und Deko setzen, aber bei einer Farbpalette bleiben, um den Raum nicht zu überladen.
  • Auf Multifunktionsmöbel setzen: Ein Regal kann auch zum Schreibtisch werden, kleine Esstische kann man ausziehen für Besuch, Couch wird zum Gästebett; die Möglichkeiten sind endlos.
  • Möglichst viel auf Rollen platzieren: So können Sachen leicht in der Wohnung manövriert werden, um Ihre Wohnung auf die jeweilige Situation anzupassen.
meister.de

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