Wasser marsch! Ein Interview mit dem Sanitär-Profi

Für diesen Monat hat sich Meister.de das Thema sanitäre Arbeiten und den Beruf des Klempners ausgesucht und sich mit Lorenz Romeis aus Altmannshausen wieder einen Experten des Fachs gesucht, der am besten erklären kann, um was es in diesem Beruf geht und wie man bestimmte Probleme mit einfachen handwerklichen Tricks lösen kann. Das Thema sanitäre Arbeiten hat jeden zuhause schon beschäftigt und vermutlich auch zur Verzweiflung gebracht. Wenn es um Wasser geht, sollte man allein schon aus versicherungstechnischen Gründen immer den Fachmann holen, heißt es. Doch ist das immer notwendig? Meister wollte es genauer wissen und hat einen Fachmann der Branche gefragt, das Unternehmen Romeis& Sohn aus Altmannshausen. Sie haben Meister.de erklärt, welche Arbeiten man als Laie selbst machen kann und ab wann man besser den Sanitär-Fachmann holt.

Wasser marsch! Ein Interview mit dem Sanitär-Profi Lorenz Romeis

Wasser marsch! Ein Interview mit dem Sanitär-Profi Lorenz Romeis

Meister.de: Das wohl häufigste und nervigste Problem in Küchen und Bädern ist vermutlich der tropfende Wasserhahn. Wie ernst ist dieses Problem und kann man es auch selbst wieder in Ordnung bringen?

Lorenz Romeis: Ein tropfender Wasserhahn ist tatsächlich eines der häufigsten Probleme in den Haushalten. Nicht immer ist das jedoch leicht selbst zu beheben, da es viele verschiedene Ursachen dafür geben kann. Bis der Fachmann da ist, kann man jedoch Folgendes tun: Unter dem Waschbecken befinden sich die Zuleitungen für Warm- und Kaltwasser. Dort befinden sich normalerweise auch zwei sogenannte „Eckventile“, die man einfach zudreht, um den Wasserlauf zu stoppen bis der Fachmann da ist.

Meister.de: Ein weiteres Problem im Bad, das immer wieder vorkommt, ist, dass obwohl der Hahn voll aufgedreht ist nur wenig Wasser aus dem Duschkopf kommt. Muss man dafür den Fachmann holen?

Lorenz Romeis: Hier kann man tatsächlich als Privatmann auch mal selbst versuchen Hand anzulegen. Wenn möglich und Werkzeug vorhanden, kann man den Brauseschlauch an der Mischbatterie am Hahn oder der Armatur abschrauben. Danach einmal den Hahn aufdrehen und kontrollieren, ob Wasser läuft. Wenn kein Wasser läuft sollte man auf jeden Fall den Fachmann rufen, ist jedoch alles in Ordnung kann das Problem nur am Schlauch oder dem Duschkopf liegen. Im Brauseschlauch ist oft ein Sieb als Schmutzfang. Dieses kontrollieren und wenn nötig reinigen. Sollte der Schlauch immer noch verstopft sein, bekommt man beim Sanitär-Profi sicher schnell einen günstigen Ersatzschlauch.

Meister.de: Das hört sich super an. Und wie ist das mit verstopften Wasserhähnen? Bekommt man die auch wieder selbst frei?

Lorenz Romeis: Das hängt natürlich davon ab, wo diese Verstopfung genau ist. Das ist nicht so ohne weiteres festzustellen. Zunächst empfiehlt es sich den Perlator (das kleine Sieb mit Schraubhülse im Auslauf) herauszuschrauben. Dieser sollte im Übrigen immer nur „handfest“ angedreht werden. Ist er schon älter finden sich Kalk und Schmutzrückstände im Sieb. Das Sieb am besten auswaschen und die Siebteile über Nacht in Essig einlegen. Am nächsten Tag abspülen und wieder handfest anschrauben. Sollte nach wie vor zu wenig Wasser fließen, ist auch hier ein Fachmann nötig.

Meister.de: Kommen wir zur Toilette. Was kann man tun, wenn sich die Toilettenspülung nicht mehr füllt?

Lorenz Romeis: Den Wasserbehälter (Spülkasten) gibt es in zwei Varianten – Aufputz und Unterputz. Aufputz bedeutet der Kasten ist sichtbar an der Wand montiert. Das Problem ist meist in der Mechanik im Inneren zu finden, z.B. kann es sein, dass der für das Regulieren des Wasserzulaufs verantwortliche Schwimmer (Schwimmelement) blockiert ist oder hängt. Eine Reparatur durch den Fachbetrieb ist hier sehr zu empfehlen, da meist ein Ersatzteil erforderlich ist. Von abenteuerlichen Selbstreparaturen ist abzuraten.

Meister.de: Zum Schluss haben wir noch eine Frage zu einem sehr ärgerlichen Thema. Wasserschäden passieren häufig im inneren der Wände und werden erst sehr spät sichtbar. Wie erkennt man einen Wasserschaden und was sollte man dann am besten tun?

Lorenz Romeis: Wasserschäden sind wirklich ein sehr ärgerliches Thema. Die ersten Anzeichen sind dunkle Flecken an der Decke oder aufsteigende dunkle Wasserflecken an der Wand. Sobald man das bemerkt ist Folgendes zu tun: Um den Wasserfluss zu stoppen ist der Haupthahn zuzudrehen. Dieser befindet sich bei der Wasseruhr meist im Keller oder Heizraum. Befindet sich das Wasser schon in der Wohnung sollte man es versuchen aufzuwischen um weitere Schäden an Möbeln und Böden zu vermeiden. Rufen sie zudem sofort den Fachmann an. Er weiß wie man weiter vorgehen muss, um den Schaden in Grenzen zu halten und schnell zu beheben.

Vielen Dank an Lorenz Romeis für dieses interessante und hilfreiche Interview.

https://www.meister.de/markt-bibart/378966-romeis-sohn

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