Die 10 häufigsten Fragen zum Bodenbelag Laminat

Laminat reiht sich heute als günstige Variante für einen Bodenbelag neben das vermeintlich altgediente Parkett ein. Worin der Unterschied liegt? Nicht nur im Preis. Parkett ist das große Vorbild.  Insbesondere die Art der Verlegung eint die Bodenbeläge: Laminat und Parkett sind im Klick-System mit Nut und Feder erhältlich. Der größte Unterschied hingegen besteht im Produktaufbau: Parkett ist ein reines Holzprodukt – und zwar von den innenliegenden Sperrholzschichten bis zur Laufschicht. Laminat hingegen ist eine Art Holz-Dekor-Papier, das auf einer Spanplatte aufgeklebt wird. Doch wenn hochwertig produziert wird, sind die Unterschiede nur noch gering. Grund genug, die 10 häufigsten Fragen rund um den Laminatboden zu beantworten.

1. Nach welchen Kriterien sollte Laminat ausgewählt werden?

Laminatböden sehr gut für Kinderzimmer geeignet - pixabay.com © keresi72 (CC0 Public Domain)

Laminatböden sehr gut für Kinderzimmer geeignet – pixabay.com © keresi72 (CC0 Public Domain)

Um das passenden Laminat auszuwählen, sollte die Nutzung klar sein. Die Leitfrage in diesem Zusammenhang ist die Nutzungsfrequenz des Raumes: In Kinder- und Wohnzimmer wird der Boden vergleichsweise stark genutzt – entsprechend widerstandsfähig und auch trittschallgedämmt sollte das Laminat auch ausfallen. An der Stärke der Laminatpaneele kann jeder sehen, wie widerstandsfähig das Produkt ist. Im Handel sind die sogenannten Nutzungsklassen von Laminatböden explizit angegeben, die ein entscheidendes Kaufkriterium darstellen (weiteres unter laminat-information.de). NK 21 bis NK 23 reicht für die Nutzung im privaten Bereich. Für gewerblich genutzten Laminatboden wird eine Nutzungsklasse von NK 31 bis NK 33 empfohlen.

2. In welchen Stärken wird Laminat angeboten?

Die kleinste im Handel angebotene Stärke liegt bei sechs Millimetern. Bereits ab sieben Millimetern Laminatstärke können die Paneele einer normalen Belastung standhalten. Die maximale Stärke liegt aktuell bei 12 Millimetern.

3. Was bedeutet HPL und CPL?

HPL bedeutet, dass das Laminat als „High Pressure Laminate“ ausgezeichnet ist – und unter hohem Druck hergestellt wurde. Diese Laminatvariante ist besonders haltbar. Mit CPL ausgezeichnete Laminatvarianten zeigen an „Continuous Pressure Laminate“ zu sein und in der Fertigung einem kontinuierlichen Druck ausgesetzt worden zu sein. Die aufgetragene Schicht misst in der Regel 1,2 Millimeter.

4. Braucht Laminat eine Dämmung?

Ja, die sogenannte Trittschalldämmung ist besonders für Laminatböden essentiell wichtig – und zwar nicht, um den eigenen Komfort zu steigern, sondern auch um Nachbarn nicht unnötig zu stören. Die Trittschalldämmung wird in Dämmgraden auf dem jeweiligen Verpackungen ausgewiesen. Aber Achtung: Eine Trittschalldämmung verhindert nicht, dass etwaige Unebenheiten im Boden durch Dämmstoffe ausgeglichen werden. Zudem bringen diese Dämmstoffe noch einen weiteren Vorteil mit sich: Sie helfen der integrierten Trittschalldämmung, ihre volle Wirkung zu erzielen.

5. Warum wird Laminat geklickt und nicht geleimt?

Klick-Laminat wird an Nut und Feder zusammengesteckt - pixabay.com © Counselling (CC0 Public Domain)

Klick-Laminat wird an Nut und Feder zusammengesteckt – pixabay.com © Counselling (CC0 Public Domain)

Mit Blick auf den Begriff „Laminat“ könnte man fast davon ausgehen, dass die Bodenpanelle mit Leim verbunden werden, doch in der Praxis hat sich schon seit langem das viel einfachere Klicksystem durchgesetzt. Das Wort an sich weist also heute nur noch auf die schichtenweise Produktion des Bodenbelags hin. Klick-Laminat zeichnet sich durch eine spezielle Vorrichtung aus: An einer Längsseite gibt es eine Nut – an der anderen eine Feder. Diese beiden Komponenten müssen wie ein Puzzleteil ineinander gesteckt werden. Die kurzen Seiten werden dann aneinander geklickt. Durch das Klicksystem wird das Verlegen sehr einfach. Durch den Verzicht auf Leim fallen auch keine Warte-(Trocknungs-)Zeiten an.

6. Was bedeutet „schwimmend“ verlegen?

Beim Laminatverlegen spricht man von einer „schwimmenden“ Verlegung, weil keine aufwendige Unterkonstruktion nötig ist, die die Paneele auf dem Boden fixiert. Der Boden hält einzig und allein durch das gewissenhafte Zusammenstecken von Nut und Feder und das Einklicken der kurzen Seiten. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass das Laminat durch die schwimmende Verlegung nicht verschraubt wird – und dadurch sogar problemlos wieder entfernt werden kann.

7. Gibt es eine einfache Verlege-Anleitung für Laminat?

Hochwertige Laminatböden sind optisch kaum von Parkett zu unterscheiden - pixabay.com © markusspiske (CC0 Public Domain)

Hochwertige Laminatböden sind optisch kaum von Parkett zu unterscheiden – pixabay.com © markusspiske (CC0 Public Domain)

Die Laminatpanelle sollten 48 Stunden in dem Raum gelagert werden, in dem sie später auch verbaut werden. Der Grund: Sie gewöhnen sich so an das Klima dort. Idealerweise herrscht dort eine Temperatur von circa 20 Grad Celsius. Bodenunebenheiten müssen ausgeglichen werden. Wird der Laminatboden auf Mineralböden wie Zement oder Beton verlegt, muss vorab die Feuchtigkeit der Böden festgestellt werden. Das erste Paneel wird mit der Feder zur Wand gerichtet, das Zweite wird (mit Blick auf die Maserung) angeklickt.

8. Steht Laminat dem großen Bruder Parkett in punkto Optik nach?

Nein. Sowohl Parkett als auch Laminat gibt es in den verschiedensten Designs. Lange Zeit schien zweiteres die „moderne“ Variante des Parketts (in Fischgrät- oder Stäbchen-Optik) zu sein, doch mittlerweile können sich die beiden Bodeneläge bei der Optik durchaus die Hand geben. Neben klassischen Stäbchen gibt es auch beschriftete Varianten, die einem Raum in einem ganz besonderen Design erscheinen lassen. Eine Übersicht über weitere natürliche Bodenbeläge haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

9. Wie wird Laminat richtig gereinigt und gepflegt?

Wer Laminat in Nassräumen verbauen will, muss auf eine entsprechende Imprägnierung achten. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass dieser nicht auch gereinigt werden kann. Allerdings sollte dabei höchstens ein feuchtes Tuch verwendet werden – der volle Wassereimer samt Schrubber kann also getrost im Schrank bleiben. Tipp: Der meiste Schmutz kann von der dichten Oberfläche mit einem Staubsauger entfernt werden. Ein gut ausgewrungenes Tuch kann dazu dienen, hartnäckigeren Schmutz zu beseitigen. Ab und an freut sich der Laminatboden über eine spezielle Pflege aus dem Fachhandel.

10. Ist Laminat denn angenehm zu begehen?

Ja, der Bodebelag fühlt sich angenehm und fußwarm an. Und birgt den Vorteil, kombinierbar zu sein. Wer den Bodentrends 2015 folgen will und auf Teppiche aus Naturmaterialien setzt, der kann mit diesen den Laminatböden bekleiden.

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