Siesta im Grünen: Der mediterrane Garten

Den meisten Leuten ist der mediterrane Garten vor allem durch einen Urlaub im Mittelmeerraum bekannt. Daher strahlt er für uns Leichtigkeit, Wärme und ein angenehmes Urlaubsgefühl aus. Kein Wunder, dass viele Leute diese südländische Gelassenheit mit nach Hause nehmen möchten, um sich privat einen Erholungsort zu schaffen. Damit das gelingt, sollte man jedoch auf ein paar Dinge achten.

 

Die Grundlagen

 

Optimal für einen mediterranen Garten wäre eine große, Richtung Süden ausgerichtete, Fläche mit viel Sonneneinstrahlung. Da die südlichen Pflanzen keine Kälte gewohnt sind, ist es wichtig zu wissen, welche Temperaturen im Garten herrschen und wo die Sonne am längsten scheint. Wählen Sie für das Zentrum Ihres Gartens den Punkt aus, der im Winter am wärmsten ist und sich auch im Frühjahr schnell erwärmt. Um diese Stelle im Garten ausfindig zu machen, kann man kleine Minimum-Maximum-Thermometer im Garten aufstellen und über Fotos den Verlauf des Schattens dokumentieren. So bekommt man schnell einen Überblick, wo sich die kalte Luft sammelt und die vor Wind geschützten Ecken liegen.

Der richtige Boden

 

Damit sich die Pflanzen auch heimisch fühlen, sollte darauf geachtet werden, dass der richtige Boden verwendet wird. In einem leichten nährstoffarmen Boden fühlt sich die südländische Vegetation wohl. Schwere Böden mit einem hohen Humus- oder Lehmanteil nehmen zu viel Wasser auf. Diese Böden können jedoch mit Sand, Kies und Lavagestein aufgelockert werden, wodurch der Boden die für die Pflanzen wichtigen Mineralien bekommt. Ein weiterer Vorteil dieses Bodens ist zudem, dass er mit viel Sauerstoff durchsetzt ist und auch bei kräftigen Regenfällen keine Staunässe aufkommen lässt.

Die Vegetation

 

Typisch für den mediterranen Garten ist die Kombination von großen Bäumen und kleineren Sträuchern. Geeignet sind dafür vor allem die markanten Pinien, Judasbäume, Seidenbäume, exotische Erdbeerbäume oder Duftblüten und Mönchspfeffer. Die immergrünen Yucca-Arten behalten auch im Winter ihren besonderen Charakter. Palmen dürfen in einem mediterranen Garten natürlich nicht fehlen. Hierfür kommen vor allem die europäische Zwergpalme oder kretische Dattelpalme in Frage. Kleine Pflanzen vervollständigen das typische Bild des Gartens. Bekannt sind Stauden wie Woll-Ziest, Blaurauten, wohlduftender Lavendel oder Wermut. Im Bereich der Steppenpflanzen bieten sich Rudbeckien oder Präriekerzen an.

Durch das warme Klima wachsen natürlich auch viele Nutzpflanzen im mediterranen Garten und dürfen daher nicht fehlen. Artischocken, Tomaten und Zucchini sind dafür die klassischen Beispiele. Aber auch Feigen oder Kiwis können verwendet werden. Optimal wäre eine Position in der Nähe eines warmen Mauerwerks. Bekannt für den guten Wein zum Beispiel in Italien bieten sich verschiedene Weinsorten an um den Sitzbereich vor Blicken abzuschirmen oder um Schatten zu spenden.

Hat man nicht den passenden Boden für diese Pflanzen, können einige von ihnen auch in Kübeln gepflanzt werden. Damit kann man sie im Winter im Keller, Dachboden oder Gartenhaus vor der Kälte schützen. Passend dafür sind zum Beispiel Orleander, Wandelröschen oder Zitrusfrüchte.

Kräuter spielen nicht nur in der südländischen Küche eine große Rolle. In angelegten Beeten sorgen frische Kräuter für den typischen angenehmen Duft. Aber Vorsicht! Nicht alle Kräuterarten halten unsere niedrigen Temperaturen im Winter aus und sollten vorsichtshalber abgedeckt werden. Salbei und Rosmarin sind zwar immergrüne Pflanzen, halten jedoch nur milde Winter aus. Als Dekoration können viele Kräuter auch in Töpfen auf Regalen oder auf Treppenstufen gestellt werden. Weitere typische Kräuter die nicht fehlen sollten sind Thymian, Basilikum oder auch Rucola.

Bei der Planung ist es ratsam einen Fachmann miteinzubeziehen. Er weiß genau, wie und  welche Pflanzen, Kräuter oder Bäume besonders gepflegt werden müssen und was am besten miteinander harmoniert. Für viele nicht frostfeste Pflanzen gibt es oft eine gute wetterfeste Alternative.

Der Aufbau

 

Eine Terrasse bietet außerdem viel Platz für die Siesta, das Familientreffen und entspannende Sonnenbäder. Von hier verlaufen meist gerade, oft geometrisch angeordnete, Kieswege durch den Garten. Abseits der Wege bilden verspielt und geschwungen angelegte Blumenbeete den typischen Kontrast. Warme Blütenfarben und duftende Kräuter lassen bei einem Spaziergang durch den Garten Urlaubserinnerungen erwachen. Die Begrenzung des Gartens bilden entweder immergrüne Hecken, Sträucher und typische Baumarten oder auch Mauern aus Naturstein. Verputzte Mauern sollten in Weiß oder warmen Farben gestrichen werden.

Auf der Terrasse sowie auf klein angelegten Kiesflächen im Garten laden auch passende dunkle oder naturbelassene Gartenmöbel zur Pause ein. Überdacht werden diese Plätze entweder mit einem Sonnensegel oder einem Pergolen, verziert mit verschieden Kletterpflanzen wie zum Beispiel Wein. Mit cremefarbenen oder gemusterten Stoffen lassen sich auch mit wenig Aufwand alte Gartenmöbel neu gestalten.

meister.de

/ DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

FOLGEN SIE UNS

Alle Rechte vorbehalten © Portal United AG 2020