WM 2018: Heimwerkertipps für das ultimative Fußballerlebnis

Die nächste Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür, das heißt: für die Menschen in Deutschland ist es wieder an der Zeit, den Fußball-Wahnsinn auszupacken und Farbe zu zeigen. Was jeder kann, ist, sich die entsprechende Flagge ins Gesicht zu malen oder eine Fahne ans Auto zu klemmen. Um den Einzug des WM-Fiebers aber auch mit jedem Heimwerker, egal ob Anfänger oder Profi, zu feiern, hier ein paar Projekte, die im eigenen Zuhause ein Fußballerlebnis schaffen, um das Ihre Freunde Sie beneiden werden.

Platz für alle Freunde

Damit Ihnen auf keinen Fall die Sitzgelegenheiten ausgehen, wenn Freunde oder Familie zum Fußballschauen vorbeikommen, können Sie leere Bierkästen (von denen es spätestens im Finale vermutlich mehr als genug geben wird) in zusätzliche Sitzgelegenheiten transformieren. Um auch jedem klar zu machen, dass in diesem Haushalt Deutschland angefeuert wird, kann man die Bierkästen vorher noch schwarz-rot-gold anmalen, oder von vornherein Bier mit Kästen in entsprechender Farbe kaufen. Um dieses Projekt umzusetzen, brauchen Sie zusätzlich zu dem leeren Bierkasten noch eine Multiplexplatte mit derselben Fläche wie der Bierkasten, ein Polster mit der gleichen Größe und etwas zum Beziehen, zum Beispiel Kunstrasen, um dem Ganzen einen Extra-Fußball-Touch zu verpassen. Der Bezugsstoff wird dann über das Polster auf die Rückseite der Multiplexplatte getackert, und schon hat man ein bequemes Sitzpolster für seinen Bierkasten. Um dieses am Abrutschen zu hindern, bringen Sie noch an den langen Kanten des Sitzpolsters Winkelleisten an, dann steht dem Fußballerlebnis nichts mehr im Wege.

Das perfekte Fußballerlebnis im Garten

Neue Sitzmöglichkeiten sind zwar schön und gut, wenn man aber außer einem kleinen Fernseher nichts hat, worauf man das Spiel ansehen kann, ist das wenig hilfreich. Mit ein paar einfachen Schritten können Sie aber den eigenen Garten in eine Open-Air-Übertragungsstätte verwandeln. Wenn Sie eine glatte, weiße Hauswand haben, brauchen Sie dafür lediglich einen Beamer mit mindestens 2500 ANSI-Lumen, eine Leinwand ist aber für so ein Vorhaben noch besser geeignet. Diese kann man sich entweder kaufen, oder natürlich selber bauen. Beim Kauf sollten Sie allerdings darauf achten, dass der Gain-Faktor (Reflexionsgrad) zwischen 1,2 und 1,5 liegt. Wie bereits erwähnt, kann man eine Leinwand aber auch selbst anfertigen, was den Kostenfaktor für den Spaß erheblich minimiert. Die Leinwand sollte ca. halb so breit sein wie der Abstand der Zuschauer zur Leinwand, die Höhe kann bei 16:9-Format mit folgender Formel berechnet werden:  Breite / 16 x 9. Nun der Ablauf:

  • Bretter auf die entsprechende Größe zuschneiden und mit Winkeln innen und außen zu einem Rahmen zusammenschrauben
  • Diesen Rahmen nun entweder mit Meterware „Leinwand“ oder einer weißen Plastiktischdecke beziehen, also möglichst straff auf den Rahmen spannen und auf der Rückseite mit einem Handtacker befestigen

Um ein möglichst gutes Seh-Ergebnis zu gewährleisten, sollte auf der Leinwand auch an jeder Kante ein schwarzer Balken angebracht werden. Das können Sie entweder mit Farbe bewerkstelligen, indem Sie einen ca. 7cm breiten Rand anzeichnen, mit Klebeband abkleben, und dann mit schwarzer Farbe anmalen. Allerdings kann das durch Verlaufen der Farbe oder Fehler beim Abkleben etwas unsauber aussehen. Wenn man den besagten Streifen mit Filz beklebt, anstatt ihn anzumalen, wird das ein besseres Ergebnis liefern. Allerdings ist es mehr Arbeit, diesen auf diese Größe exakt zuzuschneiden und aufzukleben, die Arbeitsweise bleibt Ihnen also selbst überlassen.

Die fertige Leinwand kann dann entweder aufgehängt oder aufgestellt werden. Dann müssen Sie nur noch den Laptop an den Beamer anschließen, Boxen einstecken und den Beamer auf der Leinwand ausrichten, und außer einem plötzlichen Unwetter oder einem Stromausfall kann nichts mehr das Fußballerlebnis aufhalten. Um dem Garten noch einen dekorativen Touch zu geben, können Sie zusätzlich eine Girlande aus Fußball- und Deutschlandluftballons zusammenstellen und zwischen die Bäume hängen, dann wird man auch auf keinen Fall von den Nachbarn übersehen.

Und nach dem Spiel?

Tisch-Kicker für Heimwerker

Ein Tisch-Kicker lässt sich schnell selbst herstellen.

Um sich nach einem aufreibenden Spiel noch selbst ein bisschen zu betätigen oder einfach, um Kinder während dem Spiel zu beschäftigen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, für die Sie kein eigenes Fußballstadion zur Hand haben müssen. Eine Variante wäre, aus einem alten, möglichst stabilen Schuhkarton einen kleinen Tisch-Kicker zu bauen. Dazu braucht man den soeben genannten Schuhkarton oder eine vergleichbare Box, 4 Holzstäbe, 10 Wäscheklammern, Farbe, eine Heißklebepistole und einen kleinen Ball, zum Beispiel einen Tischtennisball. Kleine Holzkugeln für Köpfe sind optional, Sie können die Gesichter aber auch direkt auf die Wäscheklammern malen. In die Box wird auf dem Boden erst ein Fußballfeld gemalt oder ausgedruckt und reingeklebt. Dann werden auf den kurzen Seiten der Box „Tore“ und auf die langen Seiten jeweils 4 Löcher für die 4 Stäbe, also zwei pro Team, geschnitten. Die Wäscheklammern werden als Spieler angemalt und dann mit ebenmäßigen Abständen an die Stäbe geklebt, dabei zwei direkt vorm Tor, drei in der vorderen Reihe. Wer die Spieler mit Extra-Köpfen gestaltet hat, klebt diese nun noch auf die Wäscheklammern, anschließend muss nur noch der „Ball“ ins Feld und das Spiel geht los.

Wenn Sie etwas mehr Platz haben, darf ohne Frage eine Torwand nicht fehlen. Auch diese kann der geschickte Heimwerker leicht selbst zimmern. Dafür braucht man eine mitteldichte Holzfaserplatte in der Größe der zukünftigen Torwand. Dazu benötigen Sie noch zwei Eckkonsolen aus Kiefer, die einen Radius von ca. 45 cm haben sollten, Winkel, Sturmhaken, Schrauben und Farbe. Als Erstes müssen die Kreise mit einem Radius von ca. 20 cm, der Kreismittelpunkt 30 cm von den Kanten weg eingezeichnet und ausgesägt werden. Daraufhin werden die Eckkonsolen zugeschnitten. Die Konsolen müssen, um nachher eine Neigung der Wand zu gewährleisten, etwas spitzer als die vorhandenen 90° geschnitten werden. Daraufhin werden die Torwand und die Eckkonsolen angemalt. Wenn alles getrocknet ist, werden die Eckkonsolen mit den Winkeln auf der Rückseite der Torwand befestigt; um die Stabilität zu erhöhen, werden anschließend auch die Sturmhaken befestigt. Damit haben dann die kleinen und großen Kinder eine Möglichkeit, sich vor und nach dem großen Spiel noch etwas auszutoben.

Mehr spannende Tipps für den Heimwerker finden Sie in unseren Video-Tutorials.

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