Checkliste: Vorsorge für angestellte Ehepartner im Handwerksbetrieb

Nicht selten arbeiten Ehepartner im Handwerksbetrieb als Angestellte mit. Doch wie können sie sich ausreichend für die Rentenzeit, den Todesfall oder im Falle einer Scheidung absichern? Worauf beschäftigte Ehepartner besonders achten müssen, um sich eine eigene Vorsorge aufzubauen, verrät diese Checkliste. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Puntke für die Vorsorge für angestellte Ehepartner vor.

Eigener Arbeitsvertrag
Ohne einen gültigen Arbeisvertrag ist keine Grundsicherung durch die Sozialversicherung garantiert. Leistungen aus den Bereichen Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslostenversicherung und Rentenversicherung wären nicht beziehbar. Daher sollte das Beschäftigungsverhältnis des Ehepartners über einen Arbeitsvertrag schriftlich geregelt werden.

Gehalt
Je nach Arbeitsstunden und Verantwortungsbereich sollte der Partner ein angemessenes Gehalt bekommen und sich nicht mit einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis zufriedengeben. Durch seine Leistung trägt er zum wirtschaftlichen Erfolg des Handwerksbetriebs bei, gleichermaßen wie ein normaler Angestellter. Außerdem ist zu beachten, dass durch die Höhe des Gehalts auch die Einzahlungen in die Sozialversicherung, wie zum Beispiel der Rentenversicherung, bestimmt werden.

Bankkonto
Für den beschäftigten Ehepartner ist ein eigenes Gehaltskonto zu empfehlen. Von diesem aus können Einzahlungen in die Altersvorsorge geleistet werden und man hat einen besseren Überblick, verglichen mit einem  zusammen genutzten Familienkonto. Ein Bankkonto ist für die Vorsorge für angestellte Ehepartner sinnvoll.

Betriebliche Altersvorsorge
Wie für andere Mitarbeiter sind Einzahlungen in die Betriebliche Altersvorsorge ratsam. Sie bildet den Rechtsanspruch des Arbeitnehmers, einen Teil des Gehaltes für die betriebliche Vorsorge umzuwandeln. Der Arbeitnehmer hat dadurch Steuer- und Sozialversicherungsvorteile und bildet eine zusätzliche Rente.

Generalvollmacht
Passiert dem Betriebsinhaber etwas, sollten die betrieblichen Prozesse weitergeführt werden können. Hilfreich im Ernstfall ist eine Generalvollmacht für den Ehepartner, dieser wird dann Generalbevollmächtigter und kann die Geschäfte fortführen. Somit gewährleistet die Generalvollmacht eine Fortführung des Betriebs. Die Erteilung einer Generalvollmacht kann formfrei erfolgen, es ist jedoch zu empfehlen, sie notariell zu beurkunden.

Testament
Ist der Ehepartner Geschäftsinhaber, sollte er zur Absicherung im Todesfall ein Testament aufsetzen. Das Testament kann handschriftlich erfolgen oder vor dem Notar beurkundet werden. Bei einem handschriftlichen Testament ist es darüber hinaus ratsam, es beim entscheidenden Amtsgericht des Betriebs zu hinterlegen. Für Ehepartner besteht die Möglichkeit auch ein gemeinschaftliches Testament aufzusetzen, welches beide unterschreiben.

Ehevertrag
Ein Ehevertrag ist für ein verheiratetes Unternehmerpaar notwendig. Hier kann ein Vorsorgeausgleich definiert werden, welcher es dem Ehepartner im Falle einer Trennung ermöglicht, seine eigene Vorsorgung zu behalten, oder über eine vertragliche Regelung eine Altersversorgung für den Zeitraum der Kinderbetreuung für den Ehepartner bestimmt wird. Soll die Firma im Falle einer Trennung  im vollen Umfang an die Kinder übergehen, kann ein Pflichtteilsverzicht hinsichtlich des Unternehmens definiert werden.

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