Checkliste: Mit dem Auto ins Ausland

Expertentipp von Kurt Ebersberger – Ist man mit dem Auto im Ausland unterwegs, fühlt man sich oft ein wenig verloren. Fremdartige Schilder, andere Verkehrsregelungen, ungewohnte Fahrbahnbegrenzungen und noch dazu die unbekannten Strecken. Da können selbst erfahrene Autofahrer ins Schwitzen kommen. Doch dank dem Internet und moderner Technik in den Fahrzeugen, wie zum Beispiel dem GPS, ist man heutzutage gut für eine lange Fahrt in einem fremden Land gewappnet. Dennoch sollte man die wichtigsten Verkehrsvorschriften und Besonderheiten in den Ländern, die man durchfahren möchte, schon vor der Abfahrt kennen. Nicht zuletzt auch, damit keine überraschenden Kosten auf einen zukommen und alle nötigen Versicherungen rechtzeitig abgeschlossen werden können.

Was kostet die Fahrt ins Ausland?

Welche Ausgaben muss man außer dem Spritgeld noch für eine Auslandsfahrt mit einrechnen? In den meisten Europäischen Ländern besteht eine Maut- bzw. Vignettenpflicht. Je nach Land kommen da ganz unterschiedliche Kosten auf Reisende zu. Die aktuellen Mautgebühren in Europa gibt es hier. Ebenso sollten Sie sich darüber informieren wie schnell man im jeweiligen Land unterwegs sein darf.

Kurt Ebersberger, Verkaufsleiter Autohaus Wilhelm Graf.

Kurt Ebersberger, Verkaufsleiter Autohaus Wilhelm Graf.

 

„Zwar weisen viele Navigationssysteme auf die aktuelle Geschwindigkeit hin, dennoch ist es wichtig die allgemeinen Tempolimits innerorts, auf Landstraßen oder Autobahnen zu kennen und sich ggf. für die jeweiligen Länder vorab zu notieren.“

Außerdem sollte man über besondere Verkehrsregeln im Ausland Bescheid wissen. Denn es gilt: Wenn Sie auf ausländischen Straßen unterwegs sind, unterliegen Sie dem dortigen Recht. Seit dem 1. Oktober 2010 können rechtskräftige Bußgeldbescheide aus dem europäischen Ausland auch in Deutschland vollstreckt werden.

Wichtige Versicherungen und Papiere für die Auslandsfahrt

  • Auslandskrankenversicherung
  • Führerschein und Fahrzeugpapiere (+Kopien)
  • Pannenschutzbrief
  • Europäischer Unfallbericht
  • Reisepass, Ausweis (+Kopien)
  • D-Schild (außerhalb der EU)

Ebenso sollte man die Grüne Versicherungskarte mitnehmen bzw. rechtzeitig vom Kfz-Versicherer anfordern, denn sie gilt als Nachweis für die Kfz-Haftpflichtversicherung. Offiziell wird sie zwar nicht mehr in allen Ländern benötigt, aber im Schadensfall fragt man noch oft nach ihr.

Was ist zu tun bei einem Unfall im Ausland?

Wenn ein Unfall im Ausland zustande kommt, dann sollten Sie Folgendes tun:

  • Wichtige Daten des Unfallgegners aufschreiben: Name und Anschrift, Kennzeichen und Nationalitätszeichen, Versicherungsscheinnummer und Haftpflichtversicherungsgesellschaft (am besten für alle Fälle die nötigen Formulare für ein Schadensprotokoll und für den Europäischen Unfallbericht ausgedruckt mitführen und ggf. von der Versicherung anfordern).
  • Fotos vom Unfall machen und Zeugen notieren
  • Bei Unsicherheit und in osteuropäischen Ländern unbedingt die Polizei rufen. Das gilt auch für Unfälle, die einen hohen Sach- oder Personenschaden zur Folge haben oder falls der Unfallgegner vom Unfallort flieht, aber auch wenn das Auto des Unfallgegners nicht versichert ist bzw. keine Einigung erzielt werden kann.

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