Arbeitsschutz im Handwerk – Das sollten Sie wissen

Sicherheit hat bekanntlich oberste Priorität. Das gilt insbesondere im Handwerk, wo es jedes Jahr tausende Unfälle gibt – viele davon lassen sich vermeiden. Wie genau, erfahren Sie in diesem Artikel zum Thema Arbeitsschutz im Handwerk.

Arbeitsunfälle vermeiden – das möchte jeder Handwerksbetrieb, denn niemand will die Gesundheit seiner Mitarbeiter riskieren. Handwerker können jedoch nur dann sicher arbeiten, wenn es klare Regeln gibt und diese befolgt werden.

Arbeitsschutz für handwerkliche Betriebe – nicht nur Chefsache

Die Unfallgefahr in Handwerksbetrieben ist größer als im klassischen Büro – das kann niemand bestreiten. Leider mangelt es häufig an einer guten technischen Ausstattung, ausreichend Personal sowie Spezialisten, die sich im Bereich Arbeitsschutz im Handwerk auskennen. Die Folge: Unnötige Unfälle, die Zeit und Geld kosten.

Eines ist sicher: Als Inhaber des Unternehmens sind Sie gesetzlich verpflichtet, sich mit den Themen Arbeitssicherheit und -schutz zu beschäftigen; sie sind auch dafür verantwortlich, dass alle Richtlinien eingehalten werden.

Beginnen Sie mit einer Gefährdungsanalyse, mit der Sie das Risikopotenzial in Ihrem Betrieb ermitteln. Anhand der Daten lassen sich Sicherheitsunterweisungen formulieren, die Ihre Mitarbeiter einhalten müssen.

Wichtig: Festgestellte Gefährdungen sind zu erfassen und fortlaufend zu aktualisieren. In Ihrem Betrieb werden Sie mit Sicherheit irgendwann neue Maschinen erwerben, die andere Risiken mit sich bringen.

Mit einer Unterweisung zum Arbeitsschutz beitragen

Sicherheitsunterweisungen sind eine präventive Maßnahme, um Ihre Mitarbeiter über Gefahren am Arbeitsplatz zu informieren und dafür zu sensibilisieren.

Teilen Sie die Unterweisungen in folgende Themengruppen auf:

  • Individuelle Gefahren am jeweiligen Arbeitsplatz (bezogen auf jeden Mitarbeiter oder einzelne Gruppen)
  • Verhaltensregeln am Arbeitsplatz und/oder auf der Baustelle
  • Spezielle Maßnahmen in Notfällen zum Schutz des Handwerkers (Brandschutz, Arbeitsschutzkleidung)
  • Verbindliche Regeln und Vorschriften

Machen Sie Ihren Mitarbeitern bewusst, dass die Unterweisung verbindlich ist. Optional können Sie zusätzlich praktische Übungen planen, falls Sie diese für nötig halten.

Hinweis: Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern benötigen einen Sicherheitsbeauftragten. Ernennen Sie einen erfahrenen Mitarbeiter, der Sie bei allen Aufgaben zum Thema Arbeitsschutz im Handwerk unterstützt.

Adäquate Berufsbekleidung für Ihre Handwerker

Arbeitsschutz im Handwerk beginnt bei der Wahl der Schutzkleidung. Diese sollte immer auf Ihre Mitarbeiter und deren Anforderungen abgestimmt sein. Natürlich spielt das Thema Branding eine große Rolle, schließlich möchten Sie, dass Ihre Mitarbeiter im Außeneinsatz erkannt werden. Bis auf das Logo sollten Sie Ihren Angestellten aber freie Wahl bei der eigentlichen Ausrüstung lassen. Jeder Handwerker hat individuelle Bedürfnisse in puncto Handschuhe, Schutzbrille und Schuhe. Als Chef müssen Sie lediglich durchsetzen, dass die Schutzkleidung immer getragen wird, wenn eine Gefährdungsbeurteilung sie vorsieht.

Checkliste für Arbeitsschutz im Handwerk

Abschließend eine Checkliste, die Ihnen hilft, Ihre Mitarbeiter für das Thema Arbeitsschutz zu sensibilisieren. Verwenden Sie die Anleitung, um Unfallrisiken in Ihrem Betrieb zu minimieren:

  • Machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, dass jeder Handwerker für seine Sicherheit verantwortlich ist.
  • Arbeitsschutz ist ein Gemeinschaftsprojekt; Probleme sind sofort einer zuständigen Person zu kommunizieren.
  • Sie als Chef sind mit Ihrem Verhalten das Vorbild aller Angestellten
  • Die Schutzkleidung muss für jede vorgeschriebene Arbeit getragen werden.
  • Arbeiten, die nicht sicher ausgeführt werden können, werden auf einen späteren Zeitpunkt aufgeschoben.

Vergessen Sie nicht: Holen Sie einen Experten an Bord, der Sie im Bereich Arbeitsschutz im Handwerk beraten kann, falls Sie sich überfordert fühlen.

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