Ansprechpartner – Diese Wege stehen Ihnen offen

Der Grundgedanke steht: Es soll ein eigener Hausbau werden. Erste Überlegungen haben Sie bereits angestellt – je konkreter Ihre Vorstellungen sind, desto einfacher sind sie später zu vermitteln. Wann aber müssen Sie sich nun an welchen Ansprechpartner wenden? Haben Sie Wahlmöglichkeiten? Wir zeigen Ihnen beispielhaft zwei Wege, wie Sie zu Ihrem Haus kommen: Beim ersten bleibt Ihnen nicht viel zu tun, aber Sie geben die Kontrolle weitgehend ab; beim zweiten haben Sie alles in der Hand, müssen aber Ihr Organisationstalent beweisen. Selbstverständlich gibt es auch Zwischenlösungen, die für Sie infrage kommen können. Durch unsere Suche finden Sie außerdem die jeweils gewünschten Personen garantiert in Ihrer Nähe!

Einfach und unkompliziert mit einem Bauträger

Bei einem Bauträger können Sie alles in einem Paket erhalten: Er übernimmt Grundstückssuche, Anschlüsse und Hausbau (hier erfahren Sie, warum Sie zumindest aber das Grundstück ohne die Hilfe eines Bauträgers kaufen sollten). Sie brauchen sich um nichts zu kümmern, können jedoch auch weniger entscheiden (Sonderwünsche erhöhen den Preis im Normalfall).

Hinweis: Baufirmen werben oft mit einer schlüsselfertigen Übergabe, Sie sollten sich jedoch erkundigen, welche Leistungen damit eingeschlossen sind – es ist sonst möglich, dass Sie nach dem Trockenbau unerwartet allein dastehen.

Der Vertrag mit dem Bauträger muss notariell beurkundet werden. Den vertraglich vereinbarten Preis zahlen Sie in Raten für die erbrachten Leistungen, die erste Rate wird mit der Baugenehmigung fällig.

Haben Sie sich für eine Baufirma als Partner entschieden, sollten Sie den Bau von unabhängiger Seite regelmäßig überprüfen lassen. Einen Bauberater oder Baubegleiter finden Sie unter Architekten und Ingenieuren; Sie sollten ihn engagieren, sobald Sie eine Baufirma beauftragt haben und noch bevor der Bau begonnen hat. Nur bei regelmäßigen Kontrollen auf der Baustelle von Anfang an kann dieser Ansprechpartner verhindern, dass Mängel ungesehen verbaut werden. Die Bezahlung richtet sich nach der Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieursleistungen (HOAI), über die gesamte Bauzeit hinweg fallen so Kosten von etwa zwei Prozent des gesamten Hausbaus für den Bauberater an.

Die volle Kontrolle – auf eigene Faust

So kann alles beginnen: Wenn Sie Ihr Grundstück nicht selbst suchen, kaufen und eintragen lassen wollen, sind Sie auf einen Makler angewiesen. Dieser unterbreitet Ihnen Vorschläge nach Ihren Vorstellungen und arbeitet mit Ihnen zusammen, bis das Wunschgrundstück gefunden ist.

Hinweis: Manche Makler kooperieren mit Bauunternehmen, sodass Sie beim Kauf eines Grundstücks auch einer bestimmten Baufirma verpflichtet sein können. Achten Sie auf einen entsprechenden Passus in Ihrem Vertrag.

Die Bezahlung des Maklers erfolgt erst, nachdem er auf einen gültigen Vertrag hin ein Objekt erfolgreich vermittelt hat. Die Provision ist grundsätzlich verhandelbar, folgt aber je nach Bundesland unterschiedlichen Standards, die von 4,76 Prozent bis 7,14 Prozent reichen.

Nach dem Erwerb des Grundstücks und vor dem Bauantrag steht die Grundstücksvermessung an. Üblicherweise wird diese von einem Vermessungsbüro durchgeführt.

Ansprechpartner_Hausbau_ArchitektIst das Grundstück gewählt und eine Idee für das spätere Heim herangereift, kann bereits ein Architekt eingeschaltet werden. Der Architekt besichtigt den Ort, ermittelt Ihre Wünsche und berät Sie zu Kosten und Rahmenbedingungen. Außerdem begleitet er das Projekt bis zum Abschluss und noch darüber hinaus: Er überwacht den Bauablauf und untersucht auch nachträglich festgestellte Mängel. Die Preise für Architekten sind verbindlich in der Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieursleistungen (HOAI) beschrieben. Bei einer kompletten Baubegleitung durch den Architekten fallen etwa Kosten in Höhe von zehn Prozent der Hauskosten an. Mit dem HOAI-Rechner können Sie den Lohn des Architekten bequem selbst berechnen.

Die fertigen Bauunterlagen müssen von einem unabhängigen Prüfstatiker kontrolliert werden; er nimmt den Bau zudem in Abschnitten ab. Bei unzulässiger Durchführung können zusätzliche Kosten anfallen.

Ob Maurer, Zimmerer, Schreiner, Fensterbauer oder Elektrofachmann: Von nun an werden die Handwerker Ihr häufigster Ansprechpartner sein. Das beginnt schon bei der Vorbereitung des Grundstücks und endet bei der Schlüsselübergabe – oder später.

Hinweis: Beauftragen Sie bestenfalls nur Meisterbetriebe. In unserer Suche erfahren Sie an dem grünen Häkchen unter dem Profilbild, ob es sich um einen Meisterbetrieb handelt. Lassen Sie sich am besten von uns mehrere Angebote einholen, damit Sie einen Preisvergleich haben.

Die Kosten der Handwerker setzen sich nicht nur aus der Arbeitszeit, sondern auch aus der An- und Abfahrt zusammen. Vergeben Sie die Aufträge also am besten an Betriebe in der Nähe.

Sie können darüber hinaus auch private Bauhelfer beim Bau mit anpacken lassen. Häufig handelt es sich dabei um Freunde, Bekannte und Familienmitglieder sowie Beschäftigte auf Mindestlohnbasis. Ab einer Arbeit, die über die „üblichen Gefälligkeitsleistungen“ hinausgeht, müssen Bauhelfer angemeldet werden und stehen unter gesetzlichem Versicherungsschutz. Der Bauherr muss dafür Sorge tragen, dass die staatlichen und berufsgenossenschaftlichen Arbeitsschutzvorschriften eingehalten werden; bei einem Arbeitsunfall hat er unverzüglich Meldung zu erstatten.

Hinweis: Ausgenommen von dieser Regelung sind der Bauherr selbst und sein Gatte bzw. Lebenspartner, die sich durch einen formlosen Antrag selbst versichern lassen können.

Auf diesem Merkblatt finden Sie alle rechtlichen Bestimmungen, in dieser Broschüre erfahren Sie alles Weitere über den eigenverantwortlichen Bau.

Sebastian Frenzel
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