Schweißen im Handwerk: Welche Technik am sinnvollsten ist

Beim Aufkommen der industriellen Revolution kamen für Handwerksbetriebe mehr als 20 unterschiedliche Schweißverfahren in Frage, allen voran das Autogenschweißen. Heutzutage ist dies kaum noch von Bedeutung und Handwerker nutzen vermehrt das Schutzgasschweißen. Insgesamt kommen meist nunmehr drei Schweißtechniken mit unterschiedlichen Geräten zum Einsatz, wobei die Art des Schweißens mittlerweile abhängig von der Beschaffenheit des Werkstücks ist.

Das Lichtbogenschweißen

Bei dieser Technik wird zwischen einer Elektrode und dem Werkstück während des Schweißvorgangs ein Lichtbogen zum Brennen gebracht. Werkstücke die dicker als 1,5 Millimeter sind, eignen sich fürs Lichtbogenschweißen besonders. Der große Vorteil des Verfahrens liegt darin, dass auf Schutzgasflaschen, die teuer in der Anschaffung und schwierig beim Transport sind, verzichtet werden kann. Benötigt wird nur eine abschmelzende Elektrode, welche ein ähnliches Material wie das Werkstück aufweisen muss. Diese stellt gleichzeitig aber auch einen Nachteil dar: Die ständig abbrennende Elektrode muss häufig ausgetauscht werden. Weiterhin muss der Arbeitsfluss auch beim Entfernen der Schweißrückstände unterbrochen werden, weshalb sich bei längeren Schweißvorgängen eher das Schutzgasschweißen empfiehlt.

Das Schutzgasschweißen

Hierbei wird der Schweißdraht mit einem Vorschubsystem von einer Rolle automatisch zur verbindenden Stelle transportiert, was ein durchgehendes Arbeiten ermöglicht. Ein Schutzgas ist notwendig, da die Elektrode bei dieser Technik nicht umhüllt ist. Bei Edelstahllegierungen ist das WIG-Scheißen geeignet, während sich für Bau-, Rohr- oder Stahlgerüstschweißungen das MAG-Schweißen empfiehlt und für Aluminiumlegierungen das MIG-Schweißen anwendbar ist.

Das Autogenschweißen

In vielen Kunstschlossereien oder Reparaturbetrieben sind Autogenschweißgeräte noch durchaus verbreitet. Mit dem manuell auszugebenden Schweißdraht und der Acetylen-Sauerstoff-Schweißflamme lassen sich dünne Bleche und Rohre gut aneinanderfügen. Die Flamme des Autogenschweißgerätes kann aber auch beispielsweise zum Verformen von Werkstücken dienen.

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