Fachkräfte im Handwerk finden

Deutschland wird seit geraumer Zeit von einem akuten Fachkräftemangel geplagt. In solchen Zeiten müssen Unternehmen erfinderisch werden, wenn sie ausgebildetes Personal finden wollen.

Der demografische Wandel ist einer von vielen Gründen, warum es immer schwerer wird, Fachkräfte zu finden. In einer globalen Wirtschaft steht es jedem frei, einen Job im Ausland anzunehmen. Kein Wunder, dass der Wettbewerb um Nachwuchskräfte jedes Jahr wächst.

Das Profil der Fachkraft

Die größte Hürde für Unternehmen besteht darin, wirklich qualifizierte Fachkräfte zu finden. Je nach Branche vergehen Wochen oder Monate, bis sich der richtige Kandidat bewirbt oder gefunden wird – ein großes Problem für viele Handwerksbetriebe. In dieser Zeit müssen sie womöglich auslastungsbedingt Aufträge absagen, weil ihnen eine passende Fachkraft fehlt.

Zeit und Aufwand sind also von großer Wichtigkeit auf der Suche nach ausgebildetem Personal. Um möglichst zügig einen Profi zu finden, muss zunächst sein gewünschtes Profil festgelegt werden:

  • Welchen Background soll die Fachkraft haben?
  • Welche Erfahrung soll sie mitbringen?
  • Welchen Aufgaben soll sie nachkommen?

Sind diese Fragen geklärt, kann die eigentliche Suche beginnen.

Fachkräfte finden – große Auswahl

Bei den möglichen Kandidaten gibt es zwei besondere Gruppen von Fachkräften:

  1. Ältere Fachkräfte: Diese kleiner werdende Gruppe überzeugt mit langjähriger Erfahrung, jedoch verlangt sie daher oft auch mehr Lohn für ihre Leistung als jüngere Zeitgenossen. Aber: Ältere Fachkräfte lassen sich leichter gewinnen, da sie selten Interesse haben, den Arbeitgeber noch öfter zu wechseln.
  2. Internationale Fachkräfte: In Zeiten eines Fachkräftemangels schauen Handwerksbetriebe über die deutschen Grenzen hinaus und rekrutieren Personal aus den Nachbarländern. In der ganzen EU sind Fachkräfte zu finden, die relativ unproblematisch mit der Arbeit beginnen können. Und: Sie bringen neue Perspektiven ins Unternehmen, was dem Betrieb zugutekommt.

Neben diesen beiden Gruppen gibt es noch Fachkräfte mit Migrationsgeschichte. Statistisch gesehen sind diese Personen häufig arbeitslos gemeldet und auf der Suche nach einem Job. Ein großer Vorteil ist ihre Mehrsprachigkeit, von dem Handwerksbetriebe z.B. auch beim Kontakt mit bestimmten Kunden aus dem Ausland profitieren können.

Die letzte Gruppe sind junge Menschen, die im Ausland studieren. Sie überzeugen mit frischem Fachwissen aus einem anderen Land, welches sie nach Deutschland bringen und dort in die Praxis umsetzen können.

Fachkräfte gewinnen & binden

Fachkräfte finden bedeutet für die meisten Handwerksbetriebe, eine Stellenanzeige zu schreiben und zu hoffen, dass sie jemand liest. Was früher oftmals zum Erfolg führte, ist heute nicht zwingend garantiert. Fachkräfte lassen sich heute rekrutieren, weil ihnen der Fachkräftemangel bestens bekannt ist.

Aus diesem Grund müssen Handwerksbetriebe eine aktive Rolle einnehmen. Einige Anregungen:

  • auf Xing und LinkedIn aktiv nach Fachkräften suchen
  • Stellenanzeige auf Firmenwebseite publizieren
  • über Social Media auf die offene Stellenanzeige hinweisen

Die Suche kann Wochen oder Monate dauern, wenn die Zeit und der Aufwand für das Lesen von Bewerbungen und das Durchführen von Interviews mit einberechnet werden.

Weitere Informationen zum Finden und Binden von Fachkräften gibt es in diesem Leitfaden des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Personalvermittler finden Fachkräfte

Aufgrund des hohen Zeit- und Kostenaufwands kann es sich lohnen, einem Personalvermittler die Suche nach einer Fachkraft zu überlassen. Was für diese Dienstleister spricht, ist ihre Erfahrung und ihre Vernetzung: Sie besitzen einen Pool aus Arbeitssuchenden, unter denen sich der richtige Kandidat befinden könnte. So ersparen sich Betriebe und Unternehmen die Suche und können sich in der Zwischenzeit auf andere Aufgaben konzentrieren.

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